Strategische Ziele

Die gesellschaftliche Bedeutung des Sports wird von der öffentlichen Hand anerkannt. Die selbstverwaltete Gestaltung des Sports entlastet die öffentliche Hand von Aufgaben und damit von erheblichen finanziellen Leistungen. In Artikel 32 der Verfassung Berlins wird der Sport als förderungs- und schützenswerter Teil des Lebens definiert. Die Teilnahme am Sport ist den Angehörigen aller Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen.

Die Garantien, die dem Sport durch das Gesetz über die Förderung des Sports im Lande Berlin (vom 6.1.1989) durch die entsprechenden Vorschriften der Satzung der Stiftung zur Verwendung der Überschüsse der Deutschen Klassenlotterie Berlin zu Gunsten des Landessportbundes einschließlich einer Sicherung des Lotteriemonopols oder einer adäquaten Lösung in Form eines Solidarpakts für den Sport analog dem Baden-Württembergischen-Beispiel sowie durch die die Arbeit der Sportjugend betreffenden Paragraphen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (Sozialgesetzbuch VIII) gegeben werden, sind unverzichtbare Voraussetzungen für die Festschreibung der Ziele des LSB Berlin.

  • in der Öffentlichkeit
  • gegenüber Abgeordnetenhaus, Senat und Bezirksverwaltungen
  • gegenüber politischen Parteien
  • gegenüber gesellschaftlich relevanten Organisationen und Gruppierungen
  • Der LSB setzt hierbei strategische Schwerpunkte als Motor der Weiterentwicklung des Berliner Sports in enger Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsorganisationen und den Berliner Sportvereinen

Interessenvertretung, mediale Initiativen, Zusammenarbeit und Schwerpunktsetzungen werden offensiv wahrgenommen. Der LSB versteht sich dabei als kompetenter Ansprechpartner in Fragen des Sports

insbesondere durch:

1. einen hohen leistungssportlichen Standard des Berliner Sports

  • national niveaubestimmend und in den umfassend geförderten olympischen Schwerpunktsportarten international mitbestimmend, d. h. 2.000 Kinder und Jugendliche im Landeskader und mindestens 10 % der Bundeskader in den olympischen Schwerpunktsportarten
  • qualitative Ausgestaltung des leistungssportlichen Profils der anerkannten Eliteschulen des Sports. Begleitung des Schulversuchs „Schul- und Leistungssportzentrum – Berlin“
  • Konzentration der Spitzensportförderung auf die olympischen Sportarten mit kontinuierlich hoher internationaler Leistungsfähigkeit im Nachwuchs- und Spitzenbereich

2. Erhalt der Marktführerschaft durch Verbände und Vereine im Kinder- und Jugendsport, Breiten- und Gesundheitssport bei steigender Qualität der Angebote. Gezielte Unterstützung der Verbände und Vereine bei der inhaltlichen und organisatorischen Weiterentwicklung ihrer Angebote

3. Weiterentwicklung der sportlichen und sozialen Jugendarbeit durch Verbesserung der Qualität und Attraktivität der Vereinsangebote einschließlich der Integration von sportlichen Trends in den Vereinssport

4. Herausragende Veranstaltungen Neben den regelmäßig wiederkehrenden nationalen bzw. internationalen Veranstaltungen (z. B. Berlin-Marathon, ISTAF, DFB-Pokalfinale und weitere) bemüht sich Berlin jährlich um weitere internationale sportliche Highlights. Weiterhin sollen Veranstaltungen u. a. aus den Bereichen Sport und Wissenschaft, Sport und Kultur, Sport und Politik akquiriert werden.

5. Verbesserung der bedarfsgerechten Sportstättenversorgung bei veränderten Rahmenbedingungen

  • Anpassung und inhaltliche Weiterentwicklung der Sportstätten(entwicklungs)planung unter Berücksichtigung gesellschaftspolitischer Anforderungen
  • Optimierung der Sportstättenauslastung
  • Sicherung und Entwicklung der vorhandenen, genutzten Sportstätten einschl. Anlagen des Hochleistungssports sowie Hilfestellung für Vereine beim Erhalt von Sportstätten.
  • Sicherstellung der fortlaufenden Sanierung vorhandener Sportstätten

6. Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der Vereine durch den Erwerb eigener Sportanlagen, Förderung des Baus von Vereinssportanlagen und die Übernahme der Schlüsselverantwortung für Sportanlagen, die auch als Beiträge des Sports zum intelligenten Sparen zu verstehen sind.

7. Entwicklung einer bedarfsgerechten sportwissenschaftlichen Ausstattung der Berliner Universitäten und Sicherstellung einer bedarfsgerechten sportmedizinischen Versorgung.

Der LSB widmet seine Aufmerksamkeit gleichermaßen dem Spitzen-, Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport. Dabei werden Prioritäten gesetzt. Ein qualifiziertes Wachstum der Mitgliedsorganisationen soll vor allem erreicht werden durch

1. frühzeitiges Heranführen junger Menschen an das Sporttreiben einschl. einer regelmäßigen Erhöhung der Vorschulsportangebote in den Vereinen bis zum Erreichen eines Organisationsgrades von 17 % der Bevölkerung im Kleinkinderbereich. Dies erfolgt auch unter Einbeziehung selbst betriebener Kindertagesstätten.

2. Erhöhung des Organisationsgrades in der Zielgruppe des mittleren und späten Erwachsenenalters („Generation 50 plus“) auf 13%, sowie Erhöhung des Organisationsgrades in der Zielgruppe des späten Erwachsenenalters (ab 65 Jahre) auf 14%, verbunden mit der stetigen Qualitätssteigerung bei den Vereinsangeboten dieses Zielgruppenkreises.

3. Sicherstellung der Verbesserung der Qualität der vorhandenen Angebote der Verbände und Vereine im präventiven Gesundheitssport.

4. Erhöhung des Organisationsgrades der Zielgruppe Frauen im Sport auf einen Anteil von 13 %.

Der Evaluation der Qualitätskriterien kommt bei allen Angeboten eine zentrale Bedeutung zu.

1. Stärkung und Imageverbesserung des Ehrenamtes durch

  • Erweiterung der ehrenamtlichen Basis des organisierten Sports
  • Verbesserung der Kompetenz des Ehrenamts in Verbänden und Vereinen durch Einbeziehung vorhandener beruflicher Qualifikationen sowie geeignete Weiterbildungsangebote
  • Personal- und Organisationsentwicklungsmodelle für Vereine und Verbände Erweiterung und inhaltliche Anpassung der Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote der Bildungseinrichtungen des LSB an die Bedürfnisse der Mitgliedsorganisationen
  • Verbesserte gesellschaftliche und verbandsinterne Anerkennung von Ehrenamtlichkeit
  • Entwicklung von Modellen zur Gewinnung und Bindung kompetenter Mitarbeiter in Vereinen und Verbänden

2. Förderung der Mitgliedsorganisationen nach dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe zur Stärkung der Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Verbände und Vereine

3. Finanzielle Sicherung der Rahmenbedingungen des Berliner Sports durch zusätzliche Einnahmequellen, Zuwendungsprogramme des Landes Berlin und eigene Aktivitäten. Anstreben eines „Solidarpakts Sport“ mit der Landesregierung

4. Unterstützung der sozialen Integrationsleistungen des Sports. Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung von jungen Menschen sowie Vermeidung und Abbau von Benachteiligungen und Ausgrenzungen durch Stärkung der sozialen Kompetenz der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie durch Förderung von Modellmaßnahmen.

5. Bündelung von Ressourcen durch Aufbau von Netzwerken und Know-how-Transfer. Unterstützung von Kooperationen zwischen Vereinen/Verbänden und Schulen. Dabei ist bei Grundschulen ein Kooperationsgrad von 60 %, bei integrierten Sekundarschulen von 50 % und bei Gymnasien von 40 % zu erreichen.

Die Weiterentwicklung der Berliner Sportorganisationen erfolgt im partnerschaftlichen Dialog.

wird insbesondere ausgebaut durch:

1. individuelles und effizientes Beraten

2. kurze Bearbeitungszeiten

3. ständige Erreichbarkeit der Organisationsbereiche

4. verbesserte interne Kommunikation

5. Regelmäßige Überprüfung der Funktionalität der Organisation

6. Regelmäßige Überprüfung der Dienstleistungen auf mögliche Vereinfachungen zur Entlastung des Ehrenamtes in Verbänden und Vereinen