Ethik-Kodex des LSB Berlin

Ethik-Kodex des Landessportbundes Berlin

Präambel

Als Dachverband des Berliner Sports sieht der Landessportbund Berlin e.V. (LSB) seinen Hauptzweck in der Sportförderung.

Er beruft sich explizit auf Artikel 32 der Verfassung von Berlin, wonach der Sport einen förderungs- und schützenswerten Teil des Lebens darstellt.

Der LSB verpflichtet sich zu einer Vereinsführung im Sinne einer Good Governance.

Er versteht sich als eine durch das Ehrenamt geprägte Organisation und erkennt die ehrenamtliche Arbeit als existenziell wichtige Grundlage des organisatorischen Sports an.

Durch diesen Kodex soll das Vertrauen in die Arbeit des LSB gestärkt werden, der Kodex als Vorbild auch für andere Sportorganisationen dienen.

Der Geltungsbereich des Kodex erstreckt sich auf ehrenamtliche Personen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Mitglieder des LSB.

Das im Kodex Festgelegte stellt eine verbindliche Maxime für das Miteinander innerhalb des LSB und das Handeln nach außen dar.

Mit diesem Kodex verpflichtet sich der LSB zur Einhaltung folgender Werte und Prinzipien:

I. Toleranz, Respekt und Würde

Toleranz und gegenseitiger Respekt sind die Grundlage für ein kollegiales und konstruktives Miteinander.

Persönlichkeitsrechte und die persönliche Würde sind zu achten.

Der LSB duldet keine Diskriminierung gleich welcher Art.

II. Zusammenwirken und Verantwortlichkeit

Für eine angemessene Beteiligung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie interner und externer Anspruchsgruppen an den Meinungs- und Willensbildungsprozessen innerhalb des LSB ist Sorge zu tragen.

Berechtigte Interessen und Anliegen sind zu berücksichtigen.

Demokratisch getroffene Entscheidungen in der Organisation werden gemeinsam getragen und einheitlich nach außen vertreten.

III. Nachhaltigkeit

Das Handeln des LSB ist auf die Zukunftssicherung nachfolgender Generationen ausgelegt.

Dazu gehört die Beachtung ökonomischer, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit.

IV. Regeltreue und Fairplay

Als wesentliche Elemente des Verhaltens gelten Regeltreue und Fairplay.

Geltende Gesetze und Richtlinien sind einzuhalten. Bei Pflichtverstößen wird diesen mit verhältnismäßigen, aber konsequenten Maßnahmen begegnet.

Der LSB steht im Bereich von Doping, Wettkampfmanipulation sowie sexueller Gewalt für eine Null-Toleranz-Haltung.

Der LSB sieht sich in der Achtung der Regeln und dem Gedanken des Fairplay in einer Vorbildfunktion für Verbände, Vereine und Sportler.

Er handelt in dem Bewusstsein, dass Außenwirkung, Ansehen und Ruf des LSB wesentlich durch das Verhalten seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ehrenamtlich Tätigen geprägt werden.

V. Transparenz

Der LSB steht für größtmögliche Transparenz bei relevanten Entscheidungsprozessen unter gleichzeitiger Wahrung der Anforderungen an Vertraulichkeitsgebote und Datenschutz.

VI. Integrität

Entscheidungsfindungen erfolgen objektiv und unabhängig. Werden persönlich und/oder wirtschaftliche Interessen bei einer zu treffenden Entscheidung berührt, sind diese offenzulegen.

Bei Vorliegen eines Interessenkonfliktes ist dieser zu benennen sowie Prozess und Ergebnis der Interessenabwägung darzulegen. Eine Annahme von Einladungen, Geschenken sowie sonstiger materieller und ideeller Vorteile erfolgt nur im angemessenen und vorgegebenen Rahmen. Der Empfänger hat sich an die vorgegebenen Regeln zu halten.

VII. Partizipation

Der LSB steht für demokratische Mitgliederrechte in Form einer praktizierten Mitgliederbeteiligung der jeweiligen Interessengruppen.

Der LSB veröffentlicht auf seiner Internetseite folgende Dokumente:

Satzung, Leitbild, Organigramm der Geschäftsstelle, Tagesordnungen und Protokolle der Mitgliederversammlung.