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Sportabzeichen-Tour des DOSB

Auftakt in Berlin war dem Thema „Inklusion im Sport“ gewidmet

Ein um das andere Mal sprintete Frank Busemann mit jeweils vier Jungen und Mädchen im Schlepptau die lange Gerade auf dem Sportplatz des SC Siemensstadt herunter, mal waren es 30, mal 50 m. Für einen Zehnkämpfer seines Formats überhaupt kein Problem. Der Silbermedaillen-Gewinner von Atlanta 1996 gehörte beim Auftakt der diesjährigen Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes zu jenen prominenten Athleten, die sich für eine gute Sache zur Verfügung stellten. Außer ihm handelte es sich um den dreifachen Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer, den 6,00-m-Stabhochspringer und dreifachen Olympia-Teilnehmer Danny Ecker, den 16-fachen Paralympics-Gewinner im alpinen Skisport Gerd Schönefelder sowie das Stunt- und Actionmodel Miriam Höller für Ernsting’s family.

Überall blickte man in strahlende Kinderaugen und sah zufriedene Helfer auf der weitläufigen Anlage an der Buolstraße. Einen Tag vor dem großen Champions League Finale zwischen dem FC Barcelona und Juventus Turin stand hier der Breitensport auf dem Programm, der, wie Staatsekretär Andreas Statzkowski zu Recht formulierte, genauso seine Berechtigung wie der Spitzensport habe. Begeistert äußerten sich auch die beiden LSB-Vizepräsidentinnen Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, zugleich DOSB-Vizepräsidentin, und Gabriele Wrede über das Geschehene, zumal mit dem Thema „Inklusion im Sport“ ein ganz besonderes Zeichen bei dieser Veranstaltung gesetzt wurde. 

„Deutsches Sportabzeichen – DEINE Herausforderung“ – so lautet der einprägsame Slogan der diesjährigen Kampagne, die in Berlin in ihren Anfang nahm und anschließend weitere acht Stationen vorsah. Der DOSB trat gemeinsam mit dem Landessportbund, dem Deutschen Behinderten- und Gehörlosen Sportverband, Special Olympics Deutschland sowie der „Aktion Mensch“ an die Öffentlichkeit, um noch mehr Menschen zu motivieren als das zuletzt der Fall war. 2014 fanden bundesweit 801 411 Verleihungen statt, was ein geringes Minus von 0,85 Prozent gegenüber 2013 bedeutete. Berlin hingegen konnte trotz der stattgefundenen Reformierung mit einer erfreulichen Steigerung aufwarten, von 19 478 auf 20 127 (16 693 Jugendliche, 3434 Erwachsene). „Unser Ziel muss es allerdings sein, die gesamte Bevölkerung zum Erwerb des Abzeichens, das ja auch ein Orden ist, zu begeistern. 30 000 wären für mich eine gute, anzustrebende Zahl.“

Neben den 20 Schulen waren beim Auftakt auch vier Behinderten-Werkstätten dabei, berichtete Anke Nöcker vom LSB. Was den Willen unterstrich, das Thema Inklusion mehr und mehr in den Mittelpunkt zu rücken und die Vorgaben der UN-Behindertenrechts-Konvention in die Tat umzusetzen. Gudrun Doll-Tepper: „Dafür brauchen wir jedoch entsprechend ausgebildete Übungsleiter. Sie zu fördern, muss ein wichtiges Anliegen sein, weil nur so Schwung in die Angelegenheit kommt und ein gemeinsames Sporttreiben von Behinderten und Nicht-Behinderten ermöglicht wird.“

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