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Räumungskonzept des Senats für Sporthallen-Notunterkünfte

Klaus Böger: „Erster Schritt in die richtige Richtung, aber der geplante Zeitraum bis zum Sommer 2017 ist nicht akzeptabel“

LSB-Präsident Klaus Böger hat das am Dienstag auf einer Pressekonferenz vorgestellte Räumungskonzept des Senats zum Freizug der Sporthallen-Notunterkünfte für Flüchtlinge als ersten Schritt in die richtige Richtung begrüßt. „Es ist überfällig“, sagte er, „dass das Horst-Korber-Sportzentrum mit der Rudolf-Harbig-Halle im Mai freigezogen wird. Allerdings ist der geplante Zeitraum für den Freizug und die Sanierung aller Sporthallen bis Sommer 2017 nicht zu akzeptieren. Berlin macht sich damit zum Schlusslicht.“ Es sei unvertretbar, dass Kindern und Jugendlichen für ein weiteres Jahr die Sportmöglichkeiten entzogen werden. Außerdem sagte er: „Die als Voraussetzung für den Freizug genannten 2000 freien Unterkunftsplätze können an anderen Standorten vorgehalten werden. Es müssen nicht zwingend Sporthallen sein.“

Wichtig sei ebenso, erklärte Klaus Böger, dass nach dem Freizug der Hallen ohne Zeitverzug mit der Schadensfeststellung und der Sanierung der Hallen mit Hilfe von vereinfachten Ausschreibungs- und Vergabeverfahren begonnen werde.

Seit September 2015 wurden in Berlin 62 Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen sichergestellt. Von den Folgen dieser Sicherstellung sind bis heute rund 100 Sportvereine betroffen. Folgen für die Vereine sind u. a. Ausfall von Sportangeboten und Mitgliederaustritte, Mietkosten für Ersatzräumlichkeiten, Transport- und Lagerkosten für Sportgeräte sowie ein erheblicher Mehraufwand für die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Vereinen. Dennoch organisieren immer mehr Sportvereine mit Unterstützung des Landessportbundes Sport- und Bewegungsangebote für Flüchtlinge. Klaus Böger: „Die Sportvereine wollen auch weiterhin Integrations- und Sportangebote für Flüchtlinge bereitstellen.“

 

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