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Pro und Contra, aber auch Vorschläge erwünscht

Disskusion zur Bewerbung Berlins für die Olympischen und Paralympischen Spiele

Der Landessportbund Berlin (LSB) und der Berliner Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben am Dienstag auf einer Pressekonferenz am Reichstagsufer ein gemeinsames Online-Diskussionsforum zur möglichen Bewerbung der Hauptstadt für Olympische und Paralympische Spiele gestartet. Ab sofort können alle Internet-User unter der Webadresse www.olympia-diskutieren.de nicht nur ihre Einschätzungen zu diversen Fragen zum Thema hinterlassen – Fragebeispiele z.B. „Kann der Bau des Olympischen Dorfes zur Lösung des Wohnungsmangels beitragen?“ oder „Ist es vertretbar, rein olympiabedingte Kosten für die Spiele aus dem Berliner Haushalt mitzufinanzieren? -, sondern auch das Pro und Contra diskutieren sowie Anregungen und Vorschläge zu einem möglichen Bewerbungskonzept einbringen. LSB-Präsident Klaus Böger begrüßte die Initiative ausdrücklich: „Bis zu einer Entscheidung (des DOSB für eine Bewerbung mit Berlin oder Hamburg– d.Red.) muss das Bewerbungskonzept in einem offenen Dialog konkretisiert und diskutiert werden. Chancen und Risiken, Kosten und Nutzen für die Stadt müssen transparent und nachprüfbar ermittelt werden. Erst auf Basis eines konkreten Olympiakonzeptes kann abschließend mit Ja oder Nein entschieden werden.“ Das stehe am Ende, davor aber müsse ein Abwägungsprozess stehen, in dem die Argumente ausgetauscht werden. Dieser Auffassung ist auch Tilmann Heuser, Berliner BUND-Landesgeschäftsführer. Er stimmte Böger zu: „Gute Bürgerbeteiligung bedeutet, die Berliner bereits frühzeitig und proaktiv in die Entwicklung eines möglichen Olympiakonzeptes einzubinden. Das Online-Forum ist ein Beitrag dazu.“ Für den LSB-Präsidenten ist die Kernfrage der ganzen Initiative: „Gibt es in Demokratien noch eine Mehrheit, die nicht nur sportbegeistert, sondern auch bereit ist, Olympische Spiele auszurichten?“ Darauf könne es zwar auf der Online-Plattform zwar keine umfassend repräsentative Antwort geben, aber doch ein wichtiges Stimmungsbarometer. „Und genau das wollen wir haben“, so der erste Mann des Berliner Sports. „Wir wollen damit den Bürger auch zeigen, dass es Sinn macht, sich eine Meinung zu bilden.“ In etwa sechs Wochen wollen sich die beiden Verbände zusammensetzen und eine erste Auswertung des Meinungsbarometers vornehmen. Dazu sollen auch weitere Einrichtungen und Organisationen eingeladen werden. Böger hofft, dass dann auch möglichst viele Anregungen der Bürger vorliegen, die aufgegriffen und einbezogen werden können.

Text: Klaus Weise

Auf dem Foto: v.l.n.r. Carsten Cielobatzki - brabbl eG, Tillmann Heuser - Landesgeschäftsführer des BUND Berlin, Klaus Böger - Präsident Landessportbund Berlin

Foto: Jürgen Engler

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