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Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen

16 Flüchtlinge erhielten an der Gerhard-Schlegel-Sportschule ihre Teilnahmebescheinigung für den Einführungskurs als Übungsleiter.

Anfang Januar startete die private 3+3 Initiative in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Berlin (LSB), der gemeinnützigen Gesellschaft für sozial-kulturelle Arbeit mbH (GskA) und Vertretern von Berliner Unternehmen ein deutschlandweit einzigartiges Projekt zur Ausbildung von Flüchtlingen. Drei Monate lang erhielten die jungen Frauen und Männer einen Einführungskurs als Übungsleiter mit C-Lizenz im Breitensport und absolvierten Praktika in Berliner Unternehmen und Betrieben. Heute bekamen sie ihre Teilnahmebescheinigung.

 

Initiator Markus Deecke ist zufrieden: „Ich danke allen, die an diesem Pilotprojekt teilgenommen haben. Wir alle haben viel gelernt, und wir versuchen nun, mit den Erfahrungen, die wir sammeln konnten, neue Ideen zu entwickeln.“

 

In der Abschlussbesprechung erklärten die jungen Teilnehmer, die u. a. aus Syrien, Irak und Ägypten stammen, dass viele von ihnen Interesse an der Fortführung der Initiative hätten und auch zukünftig gern im Sportbereich tätig wären. Salye Khalil (17) aus dem Irak ist eine von ihnen: „Mir hat hier alles sehr gut gefallen. Die Lehrer waren sehr nett und ich hatte viel Spaß.“ Sie hätten viel über Werte wie Teamwork, Respekt und Fairplay mitgenommen, neue Sportarten entdeckt und auch ein wenig Deutsch gelernt.

 

Doch gerade die Sprachbarriere stellte oft ein großes Problem dar, sodass das Deutschlernen zukünftig mehr in den Mittelpunk gerückt werden müsse. „Die sprachliche und sportliche Vorbildung der Teilnehmer waren einfach nicht ausreichend, um die anfangs gesetzten Ziele wirklich zu erreichen. Deutsch zu sprechen ist eine notwendige Voraussetzung, um einen Trainerschein zu bekommen“, sagt Deecke. „Das Grundprinzip stimmt, aber wir müssen uns finanziell auf eine breitere Basis stellen, um die Herausforderungen besser bewältigen zu können.“

 

Abschließend bleibt Deecke aber positiv, denn schließlich haben die 16 Kursabsolventen, die bis zum Ende dabei waren, nun „einen wertvollen Schein in der Tasche, den sie immer vorzeigen können“. Damit sich die Teilnehmer, die in den zurückliegenden drei Monaten wie eine Familie zusammengewachsen sind, nicht aus den Augen verlieren, will er versuchen, alle weiterhin im Zwei-Wochen-Takt zusammenzubringen.

 

Foto: Engler

 

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