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Mitgliederversammlung des Landessportbundes Berlin

Teil 2: Erklärung zur Integration von Flüchtlingen

Der Landessportbund hat auf seiner Mitgliederversammlung den Senat aufgefordert, keine weiteren Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen zu beschlagnahmen. Die Delegierten verabschiedeten einstimmig die Erklärung „Integration der Flüchtlinge nur mit dem Sport – nicht gegen den Sport“. Darin heißt es wörtlich: „Wir fordern den Senat von Berlin auf: Augenmaß bewahren, keine weiteren Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen beschlagnahmen. Die Sicherstellung von Sporthallen zur Unterbringung von Flüchtlingen kann nur eine vorübergehende zeitlich begrenzte Notmaßnahme sein. Alternative Unterbringungsmöglichkeiten sind mit Nachdruck, Ernsthaftigkeit und entschlossenem Willen zu prüfen und umzusetzen. Es gibt noch Potenzial in Berlin und zahlreiche geeignete Objekte, die herangezogen werden können. Nur wenn der Berliner Sport nicht überstrapaziert wird, kann er seinen solidarischen Beitrag leisten.“

Die Delegierten hatten zuvor im Haus des Deutschen Industrie- und Handelskammertages in einer langen Diskussion ihre Sorgen und ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass eine wachsende Zahl von Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen zweckentfremdet wird. Sie erklärten, es werde den betroffenen Vereinen auf diese Weise der Boden für die Sportpraxis entzogen. Es drohe, so die Delegierten, dass der Vereinsbetrieb zum Erliegen kommt.

LSB-Präsident Klaus Böger sprach von dem wachsenden Unmut bei den Vereinen, weil immer mehr Vereine gezwungen werden, auf ihre Trainings- und Wettkampfstätten zu verzichten. „Der Landessportbund hat viel Verständnis dafür gezeigt, dass Turnhallen übergangsweise zu Notunterkünften genutzt werden“, sagte er. „Doch jetzt muss der Senat unbedingt andere Möglichkeiten realisieren.“

Lesen Sie hier:

•die Erklärung „Integration der Flüchtlinge nur mit dem Sport – nicht gegen den Sport“

• die Pressemitteilung aus der Senatsverwaltung für Finanzen: „Gemeinnützigkeit von Vereinen durch Engagement für Flüchtlinge nicht gefährdet“

• die Information aus der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft zu den Kriterien für die Beschlagnahme von Sporthallen für Flüchtling/Nutzungsausgleich

 

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