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LSB unterstützt „not alone“-Netzwerk

Neue Initiative für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf einer Pressekonferenz vorgestellt

Im letzten Jahr kamen 1500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Berlin, so dass sich die Zahl auf insgesamt 5000 erhöhte. In den zurückliegenden neun Monaten sind weitere 600 jugendliche Zuwanderer eingetroffen, was für das Netzwerk „not alone“, dem neben vielen anderen Institutionen auch der Landesportbund angehört, eine besondere Herausforderung bedeutet.

 

„Wir müssen den Heranwachsenden zwischen 15 und 18 Jahren musische, sportliche und berufsbezogene Angebote unterbreiten, ihnen eine Perspektive geben und sie in unser gesellschaftliches Bündnis eingliedern“, erklärte Reiner Felsberg (auf dem Foto rechts), Organisator des Netzwerkes und Geschäftsführer des Marburger Bundes in Berlin-Brandenburg bei der heutigen Pressekonferenz in Berlins.

 

Welche Möglichkeiten der Sport in dieser Beziehung hat beziehungsweise was auf diesem Sektor bereits geschehen ist, erläuterte Frank Kegler (auf dem Foto links), stellvertretender LSB-Direktor. „Wir kümmern uns schon seit zwei Jahren um Flüchtlinge, wobei rund 150 Vereine mit insgesamt 26 verschiedenen Sportarten vorbildliche Arbeit leisten. Viele der Jugendlichen konnten bereits in den Wettkampfbetrieb, vor allem im Fußball, integriert werden.“

 

Dann wies Frank Kegler aber noch auf eine ganz entscheidende Maßnahme hin: Der LSB bildet auch geflüchtete Menschen zu Übungsleitern aus. In diesem Jahr nahmen 20 Teilnehmer an dieser Ausbildung teil, darunter vier Frauen. Demnächst soll ein weiterer Lehrgang stattfinden, 2017 ist ein dritter geplant.

 

Bei der Unterstützung der jugendlichen Flüchtlinge wird großer Wert auf eine sozial-pädagogische Betreuung sowie eine berufliche Ausbildung gelegt.

 

Zu dem „not alone“-Netzwerk, das sich die direkte Vermittlung und persönliche Begleitung der jungen Zuwanderer zu den Angeboten der Einrichtungen dieses Netzwerkes zum Ziel gestellt hat, zählen auch: Ärztekammer Berlin, Vivantes, Handelsverband Berlin-Brandenburg, Diakonie Berlin, FSI-Charité, Paul-Gerhardt-Werk, Bertelsmann-Stiftung, Internationaler Bund der freien Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit, K.I.T. Eventmanagement sowie Deutsche Apotheker- und Ärztebank.

Text/Foto: Hansjürgen Wille

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