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Ein Stern für die Wasserratten

DOSB und Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken würdigten beispielhafte Vereinsprojekte

Die Preisverleihung der Sterne des Sports bzw. exakt formuliert der 17 Sterne des Sports in Gold am 28. Januar in der DZ-Bank direkt am Brandenburg Tor als „gelungen“ zu bezeichnen, wäre stark untertrieben. Sie war ein Beispielereignis für die vielbeschworene ansteckende Wirkung des Sports, für dessen jedes Alter, jede individuelle Beschaffenheit und jedes körperertüchtigende Tun umarmende Philosophie, die Bundespräsident Joachim Gauck gleich zu Beginn seiner Ausführungen auf dem Podium ebenso einfach wie treffend umschrieb: „Sport ist für alle da!“
17 Preisträger waren anwesend, die sich in dem dreistufigen Wettbewerbssystem über Bronze-, Silber- (die Landessieger) bis zu Gold-Sternen mit ihren Projekten für das „Finale“ des von DOSB und Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) seit 2004 vergebenen wichtigsten Breitensportpreis qualifiziert hatten.
Drei von den 17 Preisträgern belegten einen der „Podestplätze“. 14 belegten nun gemeinsam den gar nicht als „undankbar“ empfundenen vierten Rang, darunter auch Berlins Landessieger, die Wasserratten 1899 e.V. mit ihrem Projekt WASRAInklusiv, das Kindern aus sozial schwachen Familien oder mit Handicap das Schwimmen und den Spaß daran vermittelt. Lohn für das kreative und mit viel Leidenschaft umgesetzte Angebot waren die Stern-Trophäe, Urkunde und 1000 Euro Preisgeld.
Als Gewinner des Großen Sterns in Gold (10 000 €) wurde das Regensburger Team Bananenflanke e.V. geehrt, in dem lern- und geistigbehinderte Kinder Fußball spielen.
Bundespräsident Gauck hob gleich mehrfach die Rolle des Sports als sozialer Leim der Gesellschaft hervor. „Mit ihm stellen wir bestimmte Herausforderungen an uns selber, er bietet dafür wunderbare Möglichkeiten.“ Und um klar zu machen, worum es ihm geht, legte er mal kurz präsidiales Vokabular zur Seite: „Wir brauchen diejenigen, die aus der auf Bildschirme glotzenden Jugend bewegungsfähige Individuen machen.“
DOSB-Präsident Alfons Hörmann, aktuell mit vielen sportpolitischen Fragen wie Olympiabewerbung oder IOC-Reformagenda beschäftigt, befand, dass „ohne die rund 90 000 Vereine als Basis alles andere nicht funktionieren würde“.

Text: Klaus Weise; Foto: Hansjürgen Wille

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