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„Berlin hat Talent"

LSB-Informationstour vor Ort mit Präsident Klaus Böger, Senatorin Sandra Scheeres und Medienvertretern

Im Februar 2015 gab es für das bundesweit einzigartige Projekt „Berlin hat Talent“ den offiziellen Startschuss. Ein gutes Dreivierteljahr später hatten nun rund ein Dutzend Sportjournalisten und Medienvertreter am dritten Adventssamstag Gelegenheit, sich bei einer Informationstour bei Organisatoren, verantwortlichen Sportfunktionären und mitmachenden Kids der dritten Grundschulklassen zu erkundigen, was aus den Ambitionen und Vorhaben des Projekts geworden ist, das unter Federführung des LSB und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft steht und von den Senatsverwaltungen für Inneres und Sport sowie Gesundheit und Soziales, der Berliner Sparkasse und der AOK Nordost unterstützt und von der Hochschule für Gesundheit & Sport (H:G) mit Ex-OSP-Leiter Jochen Zinner als Professor für Leistungsdiagnostik und Leistungssport wissenschaftlich begleitet wird.

Mit LSB-Präsident Klaus Böger und Senatorin Sandra Scheeres war für kompetente Man- und Woman-Power an der Spitze gesorgt, mit Prof. Jochen Zinner und LSB-Abteilungsleiter Frank Schlizio sowie „Praktikern“ wie Rene Orgis (Deutscher Motoriktest/DMT) und Endré Puskas (Bewegungsfördergruppen) für konkrete Basiserfahrungen.

Nach der „Theorie“ mit den Fakten über Schwerpunkte und Ziele sowie bisher erreichte Resultate folgte für die Presseleute Anschauungsunterricht vor Ort im OSP bei einer DMT-, danach bei einer „Bewegungsfördergruppe“. Dazu gehören jene, bei denen körperliche Defizite festgestellt und denen das Mittun in eben einer solchen Gruppe empfohlen wurde. Übrigens: sowohl die DMT-Teilnahme als auch die Wahrnehmung der daraus folgenden Einladung für „Bewegung-“ oder als zweite Möglichkeit für „Talentfördergruppen“ ist absolut freiwillig. Dies wird beim Berliner Modell als eine Art „Grundgesetz“ betrachtet, denn der Spaß und das Wollen sind Voraussetzung für den Erfolg des Projekts.

Für Prof. Zinner besonders wichtig: Das Projekt bedeutet alles andere als eine Stigmatisierung. Wer in einer Bewegungsfördergruppe mitmacht, sei nicht etwa „krank“, wer das Zeug zur Talentgruppe hat, kein Superstar. Das breit angelegte Spektrum wird auch bei der Infotour deutlich. Von Zinner vorgelegte Umfragezahlen bei Berliner Drittklässlern aus bisher fünf Stadtbezirken (38% haben Fähigkeiten über dem Durchschnitt, 18% motorische Einschränkungen, 78% würden gerne mehr Sport machen, mehr als 90% freuen sich auf die Schul-Sportsunde, 77% sind normal-, 8% stark über- oder untergewichtig) „sind erfreulich und deutlich besser als oft medial dargestellt“.

Bei der am Samstag in der Seelenbinderhalle stattfindenden „Talentiade“ des Stadtbezirks Lichtenberg sahen die Presse-Gäste 160 Kinder in Aktion, die mit ihren Eltern, die die Tribünen füllten wie bei einem Sportgroßereignis, der Einladung gefolgt waren. Dort konnten sie sich bei diversen ansässigen Vereinen über Angebote von Bogenschießen über Judo, Gewichtheben, Boxen, Leichtathletik, und, und, und … informieren und jede Menge spaßbetonter Spiele und Übungen machen, die eventuell zeigen konnten, ob dies genau die Sportart für „sie“ oder „ihn“ ist und sich eine – so noch nicht vorhanden – Vereinsmitgliedschaft anbietet.

Klaus Böger hob hervor, dass „Berlin hat Talent“ trotz Blickes auf Begabungen alles andere als ein Sichtungssystem für den Leistungssport ist. „Sport und die Freude daran ist ein wichtiges Element der Persönlichkeitsentwicklung. Ich würde mir wünschen, dass diese außerordentliche Bedeutung noch mehr auch von der Politik berücksichtigt und gewürdigt wird. Sport hält nicht nur den Körper fit, er setzt auch das Gehirn in Gang. Das wird zwar inzwischen allgemein anerkannt, aber noch nicht umgesetzt.“ Deshalb sei es auch Ziel, dass „Berlin hat Talent“ Ende 2018 in allen 12 Berliner Stadtbezirken präsent ist. Dass es sich lohnt, sich dafür einzusetzen, das war bei der Informationstour zu erleben. Text: Klaus Weise / Foto: Jürgen Engler

Einen visuellen Eindruck gibt es hier und weitere Infos unter www.berlin-hat-talent.de

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