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Premiere in Berlin

Am 5. April fanden erstmals in Berlin die Internationalen Deutschen Meisterschaften im G-Judo statt / 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland, Österreich und den Niederlanden / Berliner Team am erfolgreichsten

Auch im Judo können Menschen mit Behinderung sportlich aktiv sein. Im sogenannten „G-Judo“ zeigen die Sportler ihr Können. Am 5. April fanden erstmals in Berlin die Internationalen Deutschen Meisterschaften im G-Judo statt. 120 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutchland, Österreich und den Niederlanden kämpften in der Jahn-Sporthalle in Neukölln am Columbiadamm um die Medaillen. Das Team aus Berlin war mit fünf goldenen, vier silbernen und drei bronzenen das erfolgreichste. Ausgerichtet wurden die Meisterschaften vom Reinickendorfer Sportverein Budo Club Ken Shiki unter der Leitung des Vereinsvorsitzenden und Ägyptischen Judo-Meisters Hamdy Mohamed. Veranstalter war der Deutsche Behindertensportverband in Kooperation mit dem Deutschen Judo Bund.

Hintergrundinformationen:

G-Judoka sind in der Lage, auch bei nichtbehinderten Judoka mit zu trainieren und je nach Behinderung judoähnliche Bewegungen auszuführen. Seit den 70er Jahren wird Judo im therapeutischen Bereich mit Menschen mit Behinderung eingesetzt. Mit der Verbreitung des G-Judo ist der Wettkampf immer mehr in den Vordergrund getreten.   Die Einordnung in Wettkampfklassen ist aufgrund der verschiedenen Grade und Erscheinungsformen der Behinderungen nur schwer möglich. In Deutschland gibt es nach Absprache der Behindertensportreferenten der einzelnen Bundesländer drei Wettkampfklassen. Der Übergang zwischen den Klassifizierungen sollte immer als fließend zu verstehen sein.  

Klasse 1: Judo-Techniken gut umsetzbar, Training mit nicht-behinderten Judoka möglich, Verständnis der Sportart Judo und Ziel des Wettbewerbes ist diesen Athleten einsichtig.

Klasse 2: Judo-Techniken eingeschränkt umsetzbar, Training in Behindertengruppen, Verständnis der Sportart Judo und Ziel des Wettbewerbes ist im Grundsatz bekannt.

Klasse 3: Judo eher als Spielform umgesetzt, Verständnis der Sportart Judo und Ziel des Wettbewerbes ist in der Regel nur eingeschränkt verständlich.

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