Warum können Berliner Vereine ihre bisher nach Sportanlagennutzungsvorschrift (SPAN) gepachteten Sportgrundstücke derzeit nicht kaufen?

Ein wesentlicher Grundgedanke der Initiative zum Grundstückerwerb ist, den interessierten Berliner Sportvereinen ein Mehr an Planungssicherheit zu verschaffen und einen Beitrag zur Zukunftssicherung des Vereins zu leisten.

Grundlage ist ein Beschluss des Abgeordnetenhauses von Berlin vom 30.11.2000. Danach wird gemeinnützigen und im Sinne des Sportforderungsgesetzes förderungswürdigen Sportvereinen die Möglichkeit eröffnet, die von ihnen nach der Sportanlagennutzungsvorchrift (SPAN) landeseigenen Grundstücke käuflich zu erwerben.

Nach intensiven Verhandlungen wurde in der Koalitionsvereinbarung des rot-rot-grünen Senats nun festgeschrieben, dass Vereine keine Grundstücke mehr erwerben können. Stattdessen sollen langfristige Pachtverträge zwischen Verein und Bezirksamt geschlossen werden.

Was fordert der LSB von den politischen Stellen?

Sportvereine brauchen dennoch Rechts- und Planungssicherheit bei der eigenverantwortlichen Bewirtschaftung von Grundstücken. Dazu gehört auch ein Pachtzins, der einem gemeinnützigen Verein entspricht und daher möglichst niedrig liegt.

Der LSB hat den Senat daher aufgefordert, die Bezirksämter möglichst schnell durch Hinweise zu unterstützen, um eine einheitliche, gerechte Vorgehensweise beim Abschluss der Pachtverträge zu gewährleisten. Näheres hierzu finden Sie an dieser Stelle, sobald die Rahmenbedingungen von politischer Seite geklärt sind.

Auskunft zum gegenwärtigen Stand gibt Ihnen beim LSB David Kozlowski (Tel.: (030) 30002-142 /-101).