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Willkommen bei der Sportjugend Berlin

Für den Kinderschutz - gegen sexualisierte Gewalt im Sport

28. Oktober 2014

6. Dezember 2014: 1. Berlin-Brandenburgische Regionalkonferenz


Gewalt und sexueller Missbrauch sind ein gesellschaftliches Phänomen, das sich durch viele Lebensbereiche zieht und leider auch vor dem Sport nicht Halt macht. Von Täterinnen und Tätern ist bekannt, dass sie meist strategisch vorgehen und sich gern dort aufhalten, wo sie leicht Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufbauen können. Hier gilt es, die Aufmerksamkeit auch in den Sportvereinen und –verbänden zu schärfen sowie Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt möglichst wirksam zu schützen.

Die 1. Berlin-Brandenburgische Regionalkoferenz "Für den Kinderschutz - gegen sexualisierte Gewalt im Sport" richtet sich an Anleitende im Jugendbereich in Sportverbänden und -vereinen sowie an Vorstände, die an dem Thema Prävention sexualisierter Gewalt im Sport interessiert sind.

Die Teilnehmenden werden in der Konferenz informiert, sensibilisiert, motiviert und zum Austausch angeregt.

Nach einem Fachvortrag "Kein Täter werden" von Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus M. Beier von der Charité Berlin kann unter 5 unterschiedlichen Workshops ausgewählt werden.

Nähere Informationen zu den Workshops und zum Ablauf der Konferenz sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.


Deutsche Sportjugend

27. Oktober 2014

Vollversammlung 2014 in Berlin


25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hat die Deutsche Sportjugend (dsj) am 25. und 26. Oktober ihre Vollversammlung in Berlin abgehalten. Als Tagungsort hatte sie mit der European School of Management and Technologie (ESMT) das ehemalige Staatsratsgebäude der DDR gewählt.

Nachdem am Freitag die Ständigen Konferenzen sowie das Treffen der jungen Delegierten stattgefunden hatten, trafen die rund 300 Delegierten am Samstag im Auditorium Maximum der ESMT zusammen. Nach der Begrüßung durch den dsj-Vorsitzenden Ingo Weiß hielt die ehemalige Bundesfamilienministerin Dr. Christine Bergmann ein Impulsreferat. Darin berichtete sie über ihre Erfahrungen bei der Begleitung des Zusammenwachsens nach dem Fall der Mauer. In der anschließenden Podiumsdiskussion äußerten sich auch weitere Zeitzeugen und Wegbegleiter zum sportlichen Einigungsprozess.

Im parlamentarischen Teil wählten die Delegierten dann den Vorstand der dsj für die neue Wahlperiode 2014-2016. Alter und neuer Vorsitzender der dsj ist Ingo Weiss, als zweiter Voritzender wurde Jan Holze bestätigt, Vorstandsmitglied für Finanzen bleibt Ralph Rose aus Berlin, ebenso ist sein SJB-Vorstandskollege Tobias Dollase wieder im dsj-Vorstand. Wiedergewählt wurden auch Benjamin Volkmann und Daniel Bauer. Neu im Vorstand ist die 26-jährige Lisa Druba.

In mehreren Foren befassten sich die Delegierten dann am Nachmittag mit unterschiedlichen Themen wie "Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport", "Erfahrungsräume für Engagierte" oder "Europäische Förderprogramme".

Zum Abschluss des Tages stand der Berliner Abend im Hotel Ellington auf dem Programm. Grußworte hielten dabei auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann und die Berliner Staatssekretärin für Jugend und Familie Sigrid Klebba. Tobias Dollase bekannte sich in seiner Funktion als Vorsitzender der Sportjugend Berlin noch einmal zu Berlin als potentiellem Austragungsort Olympischer und Paralympischer Spiele 2024 oder 2028.

Dr. Heiner Brandi, der ein Grußwort für den LSB hielt wurde kurz danach durch Ingo Weiss mit dem Diskus für seine langjährigen Verdienste um den Jugendsport geehrt.

Das Rahmenprogramm der gelungenen Abendveranstaltung gestalteten die Sängerin Kieu Trang Pham, Teilnehmerin bei The Voice Kids 2013 sowie Tänzerinnen und Tänzer des MädchenSportZentrums Centre Talma der GSJ, die mit ihren Aufführungen für große Begeisterung sorgten. Dieser Funke der Begeisterung sprang auf viele der Gäste über, so dass bis zum Schluss ausgelassen gefeiert wurde.


Grundtvig Lernpartnerschaft

22. Oktober 2014

Frankreich, Deutschland und die Türkei: "Le Sport au feminin"


Drei Sportorganisationen aus Bordeaux (F), Berlin und Adana (TR) entsandten Delegationen zu insgesamt sechs Seminaren, um das Thema Gewalt gegen Frauen im Sport zu thematisieren und gleichzeitig über die Kultur der jeweils anderen Länder zu lernen.

Das multilaterale Projekt fand im Rahmen des EU-Programm "Lebenslanges Lernen" statt - einer so genannten Grundtvig-Lernpartnerschaft.

Als Ergebnis der Arbeit haben die Teilnehmenden einen Kalender entwickelt, in dem Kalenderblatt für Kalenderblatt für das Thema Gewalt gegen Frauen im Sport sensibilisiert wird.

Dieser Kalender kann jetzt auf Deutsch oder Englisch bestellt werden bei
Maria Acs, m.acs@sportjugend-berlin.de oder +49 30 30002 195

Eine Downloadmöglichkeit der deutschen Version gibt es hier.


Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz

20. Oktober 2014

Jetzt bewerben bei der Initiative Hauptstadt Berlin e.V.


Bewerben für den Hauptstadtpreis können sich Projekte, Vereine, Einzelpersonen und Unternehmen aus Berlin, die einen Beitrag zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund leisten. Besonderer Schwerpunkt sollen dabei Bildung und Sprachförderung sowie ein Beitrag zur Toleranzförderung sein.
Bewerbungsschluss ist Donnerstag, der 7. November.

Schirmherr ist der Bundesminister des Innern, Herr Dr. Thomas de Maizière, der am 25. November 2014 die Festrede zur Preisverleihung halten wird.

Die Initiative Hauptstadt Berlin e.V. hat sich seit ihrem Bestehen der Förderung von Toleranz und Integration in der Hauptstadt verschrieben. 2007 wurde der "Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz" ins Leben gerufen. Seitdem habe sich fast 400 Vereine, Projektgruppen und Institutionen am Wettbewerb beteiligt.

Informationen und Bewerbungsunterlagen zum Hauptstadtpreis hier


Vollversammlung der Sportjugend Berlin

15. Oktober 2014

Begeisterung für Olympische Spiele wecken


Am 6. Oktober fand die diesjährige Vollversammlung der Sportjugend Berlin im Coubertin-Saal des Hauses des Sports statt. Die Delegierten konnten sich bei der Veranstaltung nicht nur über die Arbeit der Sportjugend der letzten Monate informieren. Sie wurden in einem Vortrag auch eingestimmt auf die Bewerbung der Sportstadt Berlin für Olympische Spiele im Jahr 2024 oder 2028. Referentin war Sylvia Schenk, Vorstandsmitglied der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) und Teilnehmerin bei den Olympischen Spielen 1972 in München.

Zunächst jedoch begrüßte der Vorsitzende der Sportjugend, Tobias Dollase weitere Ehrengäste: Anja Schillhaneck, Vizepräsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, die Staatssekretärin für Jugend und Familie, Sigrid Klebba, den sportpolitischen Sprecher der CDU Fraktion im Abgeordnetenhaus, Peter Trapp, sowie den Präsidenten des LSB, Klaus Böger.

In seiner Begrüßungsrede skizzierte Dollase die Arbeitsschwerpunkte der Sportjugend in den letzten Monaten. Insbesondere bedankte er sich für die Erhöhung der Senatszuwendungen im Kooperationsprogramm Schule Verein im Jahr 2013 um 100.000 €. Dadurch konnte das Honorar für Übungsleiterinnen und Übungsleiter auf 16 € erhöht werden und die Anzahl der bewilligten Maßnahmen stieg durch den erweiterten Finanzrahmen erneut an.
Auch der Bereich Kinderschutz im Sport genoss im vergangenen Geschäftsjahr weiter starke Aufmerksamkeit - insbesondere in Form zahlreicher Fort- und Ausbildungen. Dollase wies in diesem Zusammenhang auf die erste berlin-brandenburgische Regionalkonferenz „Für den Kinderschutz – gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ hin, die am 6. Dezember in der Bildungsstätte der Sportjugend Berlin stattfindet und bei der neben Impulsvorträgen zahlreiche Workshops zum Thema angeboten werden.

Besonders am Herzen lag Dollase das Thema Olympia und die Bewerbung Berlins als Austragungsort für Olympische und Paralympische Spiele. Er betonte, 78% der jungen Menschen in der Stadt wünschten sich Olympische Spiele in Berlin. Dollase selbst plädierte für „Spiele zum Anfassen“ und erinnerte daran, dass der Vorstand der Sportjugend bereits ein Positivvotum für Olympische und Paralympische Spiele in Berlin abgegeben habe.

Nach den Grußbotschaften von Staatssekretärin Sigrid Klebba – die sich für das breite Spektrum der Arbeit der Sportjugend von der frühen Bewegungserziehung in Kindertagesstätten über Angebote für Freiwillige im FSJ bis hin zur Bearbeitung des schwierigen Themas Prävention sexualisierter Gewalt im Sport bedankte – und LSB-Präsident Klaus Böger leitete Dollase dann zum Vortrag von Sylvia Schenk über.

Darin setzte sich das Vorstandsmitglied der DOA ebenfalls für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland ein. Sie unterstrich, Olympia gehe nicht ohne Begeisterung, stellte aber zwei andere Aspekte in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen, die die Anwesenden dazu anregen sollten, über den Kerngedanken der Spiele hinauszudenken.

Zum einen ging es ihr in ihren Ausführungen um die Katalysatorwirkung der Spiele. Am Beispiel der Olympischen Spiele 1972 in München zeigte sie, welche Entwicklungen im Sport durch deren Vorbereitung angestoßen wurden. So entstanden bspw. die Veranstaltung Jugend trainiert für Olympia oder die Trimm-dich-Bewegung der 70er Jahre. Auch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft oder die Sportförderkompanie wurden in diesem Zusammenhang gegründet – Entwicklungen, die ohne die Spiele so nicht stattgefunden hätten. Mit einer Bewerbung für Olympische Spiele in Deutschland könne es einen neuen Schub für den Sport geben.

Zum anderen betonte Schenk den Aspekt Verantwortung. Sie plädierte dafür, Deutschland solle mit einer Bewerbung um die Spiele 100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkrieges, 75 Jahre nach Beginn des 2. Weltkrieges und 25 Jahre nach dem Fall der Mauer Verantwortung übernehmen, die über den Sport hinausgeht. Nichts sei so geeignet wie Olympia, ein Zeichen für Völkerverständigung und friedliches Miteinander zu senden. Und gerade weil in der Vergangenheit Fehler gemacht worden seien, sei es wichtig, mit einer Bewerbung um andere Spiele zu kämpfen und sich in die Debatten um die Zukunft Olympias einzubringen, die der neue IOC-Präsident Dr. Thomas Bach mit der Agenda 2020 angestoßen habe. „Wir wollen die Seele freilegen, die Olympia hat[…]. Wenn wir das schaffen, dann können wir Olympia“, so Schenk.

Neues Vorstandsmitglied
Verabschiedet aus dem Vorstand der Sportjugend Berlin wurde Susanne Ziegler, die nach sechsjähriger Vorstandstätigkeit aus persönlichen Gründen von ihrem Amt zurücktrat. Neu in den Vorstand wählten die Delegierten dafür Janina Wilms von den Sportfreunden Kladow.


Silke Lauriac
Fotos: Engler


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Kinderschutz im Sportverein