Newsletter - Teaser

„Wir wollen die Spiele“

Sonder-Newsletter 13. Februar 2015

Sehr geehrte Verbands- und Vereinsvorsitzende, liebe Vereinsmitglieder, liebe Sportfreunde, sehr geehrte Damen und Herren,

„Wir wollen die Spiele“ – Unter diesem Slogan finden in Berlin zurzeit die Olympischen Wochen statt, mit denen der Senat die Berlinerinnen und Berliner von der geplanten Olympia-Bewerbung überzeugen möchte. Jeder von uns wird dem Slogan irgendwo in der Stadt oder in den Medien begegnen und kann mitmachen bei der geplanten Berliner Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele 2024 bzw. 2028. Am 21. März entscheidet der DOSB, ob sich Deutschland mit Berlin oder Hamburg bewirbt. Eine wichtige Grundlage der Entscheidung wird in der letzten Februarwoche eine Forsa-Meinungsumfrage in den beiden Städten sein, um festzustellen, wie groß die Zustimmung in der Bevölkerung ist. Vor wenigen Wochen wollte die Hälfte der Berlinerinnen und Berliner Olympia, aber das ist noch zu wenig. Es müssen noch mehr Ja sagen zu Olympia in Berlin, damit sich unsere Stadt gegen Hamburg durchsetzen kann. Wir Berlinerinnen und Berliner haben es in der Hand, diese einmalige Chance zu nutzen, die ansonsten über Jahrzehnte nicht wiederkommt – eine Chance für die Zukunft unserer Stadt, unserer Bürger, unserer Kinder und Enkel.

Im Zusammenhang mit den Diskussionen im Sport und in der Stadt begegnen uns immer wieder Fragen nach den Kosten und dem Nutzen für Berlin. Wir haben hier die wichtigsten Antworten zusammengestellt:

Wer finanziert Olympische Spiele?

Bei den Kosten sind vier Kategorien zu unterscheiden:

Bewerbungskosten

Organisations- und Durchführungskosten

Investitionen in die Sportinfrastruktur der Stadt

Investitionen in die allgemeine Infrastruktur der Stadt

Bewerbungskosten

Eine seriöse Aussage über die Höhe der Bewerbungskosten ist gegenwärtig nicht möglich, weil die IOC-Reformen die Anforderungen an eine Bewerbung reduziert haben. Außerdem ist - wie in München und London – eine Beteiligung von Wirtschaftsunternehmen an den Bewerbungskosten vorgesehen.

Berlin rechnet gegenwärtig mit rund 50 Millionen Euro. Es ist Ziel, einen größtmöglichen Teil dieser Kosten mit Hilfe der Deutschen Wirtschaft zu finanzieren. Kein unrealistisches Ziel, denn bei der letzten Münchener Bewerbung für Winterspiele sind 83 Prozent privat finanziert worden.

Organisations- und Durchführungskosten

Für die Durchführung und Organisation der Spiele entstehen Berlin keine Kosten. Hierfür zahlt das IOC einen Zuschuss von aktuell rund 1,3 Milliarden Euro. Zusammen mit den Einnahmen aus Eintrittskarten, nationalen Sponsorenleistungen und Lizenzgebühren haben alle Ausrichterstädte seit Barcelona 1992 in diesem Bereich einen Überschuss erwirtschaftet.

Infrastruktur Sport

Geld kostet die notwendige Infrastruktur für Sportstätten. 50 Prozent der benötigten Sportstätten sind in Berlin bereits vorhanden. Für den Neubau und die Ertüchtigung von Sportanlagen rechnet der Senat mit Kosten von zwei Milliarden Euro, wovon 500 Millionen „Sowieso-Kosten“ sind, die in den nächsten zehn Jahren für die Sanierung und Modernisierung von Sportstätten ohnehin anfallen. Außerdem wird sich der Bund an diesen Kosten beteiligen. München hatte für die Bewerbung 2018 zum Beispiel eine Zusage der Bundesregierung zur Mitfinanzierung von rund 600 Millionen Euro.

Zukunftsinvestitionen in die allgemeine Infrastruktur

Das Olympische Dorf soll voraussichtlich von einem Konsortium der Städtischen Wohnungsbaugesellschaften errichtet werden. Hier stehen den Berlinern anschließend 5000 dringend benötigte, bezahlbare und teilweise barrierefreie Wohnungen zur Verfügung. Über die Mieteinnahmen werden die Baukosten refinanziert. Eine andere Variante wäre eine private Finanzierung. Eine Entscheidung darüber kann erst zum gegebenen Zeitpunkt getroffen werden.

Die notwendige Verkehrsinfrastruktur ist in Berlin bereits vorhanden. Die Hotelkapazitäten übersteigen bereits heute die Anforderungen des IOC. Berlin braucht keinen Gigantismus und kann wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltige Spiele organisieren. Die Kosten werden auf viele Schultern verteilt und die Bundeshauptstadt nicht überfordern. Die Schuldenbremse wird eingehalten.

  • Daneben gibt es viele weitere positive Effekte, die sich nicht so einfach messen lassen – dazu gehören ein langfristiger Schub für die Wirtschaft, mehr Arbeitsplätze, höhere Steuereinnahmen und ein verbessertes internationales Image der Stadt, das das Investitionsklima verbessert und den Tourismus fördert.

Hat Berlin nicht andere Probleme?

Ja, wie jedes Gemeinwesen hat auch Berlin mit gesellschaftlichen Problemen zu ringen. Daran würde der Verzicht auf Olympia aber nichts ändern. Im Gegenteil, bereits eine Bewerbung für Olympia löste einen Schub für die Stadtentwicklung aus. Erste Anzeichen sind bereits erkennbar. Der Senat hat beschlossen, die Schul- und Sportstättensanierung zu intensivieren. 250 Millionen Euro sollen in den kommenden zehn Jahren in die Sanierung und Modernisierung von Sportstätten investiert werden – Verbesserungen für den Schul- und Vereinssport sind das Ergebnis.

Kann Berlin ein Großprojekt wie Olympia?

Wir haben vielfach bewiesen, dass wir sportliche Großveranstaltungen bravourös meistern können und gute Gastgeber sind. Keine andere Stadt in Deutschland richtet so viele nationale und internationale Veranstaltungen aus. Wir haben keinen Grund zu verzagen.

Sollte das Geld für Olympische Spiele nicht besser in Bildung und Soziales investiert werden?

Der Großteil der Finanzmittel würde Berlin ohne Olympische und Paralympische Spiele gar nicht zur Verfügung stehen, weil es sich um Einnahmen und Zuschüsse handelt, die nur über die Spiele generiert werden können. Geld, das nur für Olympia vom IOC, vom Bund und aus der Privatwirtschaft zur Verfügung steht, kann man nicht anderweitig in Berlin verteilen. Es gilt der Satz des internationalen Experten für die Finanzierung von Olympischen Spielen, Prof. Dr. Holger Preuß: „Nur reiche Städte können es sich leisten, sich nicht für Olympische Spiele zu bewerben, Berlin wäre blöd, sich nicht zu bewerben.“

Wie kann jeder Teil der Bewerbung werden?

  • Mit Ihrer Unterschrift auf der Liste „Ja zu Olympia in Berlin“, die Sie auf www.lsb-berlin.de ausdrucken können, outen Sie sich als Unterstützer einer möglichen Berliner Bewerbung  für Olympische und Paralympische Spiele. Bitten Sie auch Ihre Familienmitglieder, Freunde, Vereinskameraden um eine Unterschrift und senden Sie Liste zurück per Mail an pressestelle@lsb-berlin.de oder per Post an Landessportbund Berlin, Jesse-Owens-Allee 2, 14053 Berlin. Sie können auch digital unterschreiben auf www.wirwollendiespiele.de
  • Bekennen Sie Farbe, zum Beispiel mit dem Logo „Wir wollen die Spiele“ – als Download auf www.wirwollendiespiele.de
  • Gründen Sie Olympiafangruppen auf Facebook, teilen Sie Olympia-Werbespots
  • Diskutieren Sie mit Freunden über Olympia, reden und überzeugen Sie mit Fakten, warum Berlin die Spiele braucht.
  • Informationen, Downloads, Logos, kostenfreie Werbematerialien, Kurzfilme und Bestellmöglichkeiten für Give-aways gibt es ebenso auf www.wirwollendiespiele.de

Abgesehen von all den genannten sachlichen Argumenten, die für eine Bewerbung sprechen, sagt jeder, der einmal bei Olympischen Spielen dabei war:

Olympia ist ein Erlebnis, das man nie vergisst.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen, dass der DOSB am 21. März Berlin den Zuschlag gibt.

Wenn Sie in der letzten Februarwoche von Mitarbeitern des Meinungsforschungsinstituts Forsa angerufen werden, dann sagen Sie Ja zu einer neuen Vision für Berlin, sagen Sie:

Ja zu Olympia in Berlin.

IMPRESSUM:
Landessportbund Berlin e.V. TELEFON (030) 30 002-0 EMAIL newsletter@lsb-berlin.de
Jesse-Owens-Allee 2 / 14053 Berlin FAX (030) 30 002-107 INTERNET www.lsb-berlin.de
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