Grundsteuer

  • der Grundbesitz muss einem gemeinnützigen Verein gehören (§ 3 Abs. 1 Nr.3b GrStG - Grundsteuergesetz)
  • der Grundbesitz muss von dem Eigentümer selbst oder von einem anderen begünstigten Rechtsträger ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke genutzt werden.

Treffen die genannten Steuerbefreiungen für Grundbesitz für den Verein zu (§ 3 GrStG), sollte er einen entsprechenden Befreiungsantrag beim zuständigen Finanzamt einreichen.

Grundstücke eines gemeinnützigen Vereins unterliegen aber dann der Grundsteuer, wenn sie einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb dienen (z.B. Gaststätten) oder zu Wohnzwecken genutzt werden. Das gilt auch für Vereinsheime, soweit sie nicht zu Satzungszwecken genutzt werden (z.B. ausschließlich für gesellige Veranstaltungen).

Wird ein Grundstück gleichzeitig für begünstigte und nicht begünstigte Zwecke genutzt, müssen die begünstigten Zwecke überwiegen, damit eine Steuerfreistellung erfolgt.

Fällt Grundsteuer an, wird sie in einem dreistufigen Verfahren ermittelt:

  1. Das Finanzamt ermittelt den Einheitswert.
  2. Das Finanzamt errechnet auf Basis des Einheitswerts den Grundsteuermessbetrag.
  3. Die Kommune ermittelt die zu zahlende Steuer (Grundsteuerhebesatz multipliziert mit dem Messbetrag.

(Siehe: "Grunderwerbssteuer")

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