Steuerliche Behandlung von Beiträgen

Gemäß § 10b Einkommensteuergesetz (EStG) sind Zuwendungen zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung (AO) steuerlich abzugsfähig. Unter Zuwendungen versteht man Spenden, sowohl Geld- als auch Sachspenden, aber auch Mitgliedsbeiträge. Jedoch ist die Abzugsfähigkeit von Mitgliedsbeiträgen eingeschränkt.

Demnach sind Mitgliedsbeiträge, Aufnahmegebühren und Umlagen an Vereine die folgende gemeinnützige Zwecke fördern nicht abzugsfähig:

  1. den Sport (§ 52 Absatz 2 Satz 1 Nummer 21 der Abgabenordnung),
  2. kulturelle Betätigungen, die in erster Linie der Freizeitgestaltung dienen,
  3. die Heimatpflege und Heimatkunde (§ 52 Absatz 2 Satz 1 Nummer 22 der Abgabenordnung) oder
  4. Zwecke im Sinne des § 52 Absatz 2 Satz 1 Nummer 23 der Abgabenordnung

Davon betroffen sind Vereine und entsprechende Fördervereine mit folgendem Förderungszwecken:

  • Sport
  • Gesang-, Musik-, Theaterverein (kulturelle Betätigungen zur Freizeitgestaltung)
  • Heimatpflege und Heimatkunde
  • Tierzucht und Pflanzenzuch
  • Kleingärtnerei
  • traditionelles Brauchtum einschließlich Karneval, Fastnacht und Fasching
  • Soldaten- und Reservistenbetreuung, Amateurfunken, Modellflug und Hundesport

Damit gilt, Mitgliedsbeiträge für gemeinnützige Sportvereine sind keine Spenden und demzufolge auch nicht steuerlich abzugsfähig!

Dagegen sind Mitgliedsbeiträge an Kulturvereine ohne Freizeitcharakter und deren Fördervereine (z. B. Museen oder Theater) auch dann abziehbar, wenn diese Einrichtungen ihren Mitgliedern Vergünstigungen, z. B. in Form verbilligter Eintrittskarten, gewähren.

Mitgliedsbeiträge an Vereine bzw. Organisationen, die der „Förderung der Allgemeinheit“ dienen, dürfen von der Steuer abgesetzt werden. Darunter fallen Natur, Wohlfahrt, Gender, Tier- oder Denkmalschutz bzw. Lebensrettungsgesellschaften.

Zurück zur Übersicht