Beitragsbefreiung

Es besteht keine rechtliche Grundlage für die zwingende Erhebung von Vereinsbeiträgen. Nur kann kaum ein Verein ohne Beiträge existieren, da immer irgendwelche Kosten anfallen - und wenn es nur Briefmarken sind.

Dennoch steht es dem Verein frei, bestimmte Mitgliedsgruppen (z.B. Ehrenmitglieder, Vorstandsmitglieder) generell von der Beitragspflicht zu befreien. Diese Regelung muss allerdings ihre Grundlage in der Satzung bzw. der Beitragsordnung haben.

Nachfolgend zwei Sonderfälle, die beachtet werden müssen:

1. Vorstandsmitglieder
Nach dem Ehrenamtsgesetz kann dem Vorstand eine angemessene Vergütung für seine ehrenamtliche Tätigkeit gezahlt werden. Ein entsprechender Satzungseintrag ist erforderlich. (
Siehe: "Ehrenamtspauschale...")
Beschließt das zuständige Organ aber anstelle der Auszahlung dieser Vergütung den Erlass der Beitragszahlung, handelt es sich um einen geldwerten Vorteil. Dieser Betrag stellt dann sozusagen die pauschale Ehrenamtsvergütung dar. Nach § 3 Nr. 26a EStG ist dieser Betrag bis zu 720 Euro pro Jahr aber steuer- und sozialversicherungsfrei.

2. Übungsleiter
Wird dem Übungsleiter / Trainer anstelle eines Honorars sein Mitgliedsbeitrag erlassen, handelt es sich für ihn auch um einen geldwerten Vorteil der mit einer Honorarzahlung in dieser Höhe vergleichbar ist, da hier ein Leistungsaustausch stattfindet. Wird ihm zusätzlich noch ein Honorar gezahlt, müssen beide Beträge zusammengerechnet werden, um zu erkennen, ob möglicherweise der Übungsleiterfreibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG von 2.400 Euro jährlich überschritten wird.

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