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Sportler mit Hörschädigung zu Übungsleitern ausgebildet

Sieben Sportler mit Hörschädigung haben an der Gerhard-Schlegel-Sportschule des LSB die DOSB-Übungsleiter-C Lizenz erworben

Nach zehnmonatiger Ausbildung und einem anstrengenden Prüfungstag, konnten sieben Übungsleiter mit Hörschädigung ihre Urkunden entgegennehmen.

2016 begann die Gerhard-Schlegel-Sportschule, auf Bitten des Gehörlosensportverbandes Berlin, mit der Ausbildung von Sportlerinnen und Sportlern mit Hörschädigung zu Trainern im sportartübergreifenden Breitensport.

Im Gehörlosensportverband sind zahlreiche verschiedene Sportarten organisiert. Die Aktiven nehmen an vielen Wettkämpfen und Meisterschaften, wie z.B. den Deaflympics, erfolgreich teil. Doch eines fehlt: Lizenzierte Trainerinnen und Trainer, die den Sportalltag gestalten. Viele Menschen sind in diesem Bereich ehrenamtlich tätig. Ausbildungen speziell für diese Zielgruppe sind rar.

Der Basislehrgang wurde begleitet von zwei Gebärdensprachdolmetschern. Für den fachlichen Teil der Ausbildung wurden die Dolmetscherkosten so hoch, dass die Durchführung unmöglich erschien. Bundesweit machte das Vorhaben die Runde – u.a. bei DOSB und Deutschem Gehörlosen-Sportverband. Schlussendlich konnte die Ausbildung von zwei Dozentinnen aus Nordrhein-Westfalen, ebenfalls mit Hörschädigung, vollständig in Deutscher Gebärdenspräche durchgeführt werden.

Unterstützt wurde das Projekt von der „Fürst-von-Donnersmarck-Stiftung“ und „Aktion Mensch“.

 

Fotos: Suffner

  • Die frischgebackenen Trainer mit den Dozentinnen Petra Klein und Annette Schulze und Lehrgangsleitung Joana Seydel
  • Levent Can stellt sich den kritischen Blicken der Prüferinnen