Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Was ist Gesundheitssport?

Vor dem Hintergrund eines heutzutage weit verbreiteten bewegungsarmen Lebensstils kommt dem Sport aus gesundheitlicher Sicht eine große Bedeutung zu. Denn Sport fördert die körperliche Aktivität und spielt daher eine wichtige Rolle sowohl bei der Vermeidung als auch Rehabilitation von verschiedenen Erkrankungen wie u.a. Herzkrankheiten, Schlaganfall, Adipositas, Diabetes, Osteoporose, Rückenschmerzen und verschiedene Krebsarten.

Damit die gesundheitlichen Effekte von Sport wirksam werden, empfiehlt sich die Ausübung von Gesundheitssport. Unter Gesundheitssport sind solche Sportangebote zu verstehen, die aufgrund ihrer Inhalte primär darauf ausgerichtet sind, die Gesundheit zu fördern, z.B. indem sie gezielt die Rumpfmuskulatur stärken, das Herz-Kreislaufsystem und die Stoffwechselprozesse optimieren oder Stress abbauend sind.

Man unterscheidet im Gesundheitssport zwischen

  • Präventionssport: Das sind Angebote, die gezielt Gesundheitsressourcen (z.B. Kraft, Audauer, Beweglichkeit, Koordination, Entspannungsfähigkeit) stärken und so Beschwerden u. Krankheiten vorbeugen
  • Rehabilitationssport: Das sind Angebote, die nach oder bei bereits eingetretener Erkrankung Folge- oder Spätschäden verhindern oder begrenzen oder ein erneutes Auftreten einer Erkrankung vermeiden sollen.

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Die Gesetzlichen Krankenkassen unterstützen die Teilnahme an Gesundheitssportgruppen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Hierbei ist jedoch grundsätzlich zu unterscheiden zwischen Angeboten, die dem Präventionssport zugeordnet sind, und denen des Rehabilitationssports.

 

Präventionssport: Gemäß § 20 SGB V können die gesetzlichen Krankenkassen die Teilnahme an Präventionssportangeboten fördern. Die Förderung besteht darin, dass die Krankenkasse, bei der man versichert ist, die Kursgebühren anteilig oder komplett übernehmen kann. Hierzu muss man nach Teilnahme an einem Kurs bei seiner Krankenkasse eine Teilnahmebescheinigung einreichen, aus der die Höhe der Kursgebühren sowie die Teilnahmebestätigung durch den/die Anbieter/in (z.B. der Sportverein) hervorgeht. Ob ein Präventionssportangebot in diesem Zusammenhang grundsätzlich von der Krankenkasse förderungsfähig ist, prüft die sog."Zentrale Prüfstelle Prävention" (ZPP). Angebote der Sportvereine, die mit einem SPORT PRO GESUNDHEIT-Siegel zertifiziert sind, haben häufig auch gleichzeitig die ZPP-Anerkennung. Da die Höhe der Förderung zwischen den einzelnen Krankenkassen verschieden sein kann, wird empfohlen, sich hierzu bei der eigenen Krankenkasse zu erkundigen.

Außerdem zu berücksichtigen: Die gesetzlichen Krankenkassen erkennen diesbezüglich nur Kursangebote an - also Angebote, die von vornherein zeitlich begrenzt angelegt sind. Eine zeitlich begrenzte Förderung der Teilnahme an dauerhaft angelegten präventiven Gesundheitssportangeboten ist in diesem Zusammmenhang nicht möglich, auch wenn es sich um Angebote mit im Gesundheitssport ausgebildeter Übungsleitung handelt. Wichtige durch Gesundheitssport angestrebte gesundheitliche Effekte (z.B. Förderung der Kraft und Beweglichkeit, um Rückenbeschwerden vorzubeugen, oder Förderung der Ausdauer, um das Herz-Kreislaufsystem zu stärken, aber auch Aufbau sozialer Kontakte, indem man dauerhaft Mitglied einer Gruppe von Gleichgesinnten ist) können jedoch nur dann dauerhaft sein, wenn man auch langfristig regelmäßig dabei bleibt. Außerdem erkennen die Krankenkassen in diesem Bereich nur Kurse mit bestimmten Inhalten an, nicht jedoch jede gesundheitssportlich geeignete Aktivität. Daher sei darauf hingewiesen, dass Präventionssportangebote, die nicht von den Krankenkassen bzw. von der ZPP anerkannt sind, deswegen nicht automatisch weniger geeignet oder qualitativ schlechter sein müssen.

 

Rehabilitationssport: Beim Rehabilitationssport werden die Kosten vom zuständigen Kostenträger (z.B. der Krankenkasse) übernommen, wenn man eine ärztliche Verordnung für Rehabilitationssport erhalten hat, in der der Kostenträger die Kostenübernahme bestätigt hat. Die Teilnahme muss dabei in einer anerkannten Rehabilitationssportgruppe erfolgen. Weitere Auskünfte hierzu erhalten Sie auch bei den für Rehabilitationssport zuständigen Verbänden:

Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin e.V.
Berliner Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V.
Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund e.V.