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Spielbank fördert Schwimmprojekt für Geflüchtete

Scheck über 2.000 Euro im Bad am Spreewaldplatz überreicht

Seit 2016 gibt es das Projekt „Schwimmgruppe für queere Geflüchtete – Refugee-Swim bei Vorspiel SSL Berlin e.V.“. Die Spielbank Berlin spendete dem Verein 2.000 Euro, um die Initiative weiter voran zu treiben.

Der Vorspiel SSL e.V. bietet mit seinem Schwimmprojekt erwachsenen queeren Geflüchteten die Möglichkeit, einmal in der Woche an einem Schwimmtraining teilzunehmen. Zwei ehrenamtliche Trainer betreuen dabei etwa fünf bis zehn Geflüchtete. „Manche kommen jede Woche, andere schaffen es nicht ganz so regelmäßig“, sagt Vorspiel-Trainerin Sybille Cramer.

Die Teilnehmenden lernen bei den Einheiten, neben besseren Schwimmfertigkeiten, auch ihren Körper und ihre Sexualität zu akzeptieren. Angst vor Diskriminierung hat in der Gruppe keinen Platz.

Seit drei Monaten gehört Ivan Arnaut aus Russland fest zum Team. Er ist seitdem bei jedem Training dabei gewesen. Durch Schwimm-Coach Stephan Gabriel Haufe und Freunde ist er auf das Angebot aufmerksam geworden. „Es macht mir riesigen Spaß. Ich dachte eigentlich, ich könnte schwimmen. Doch dann hat Sybille es mir richtig gezeigt. Nun geht es viel besser.“

Mit den Spielbank-Mitteln hat der Vorspiel SSL e.V. Schwimmhilfen wie Poolnudeln, Schwimmbretter und -flossen finanziert. Haufe erklärt: „Außerdem bekommen unsere Trainer, die allesamt sehr gut ausgebildet sind und ehrenamtlich arbeiten, eine kleine Aufwandsentschädigung. Für die Teilnehmer haben wir eine Erstausstattung gekauft: Brillen, Badelatschen, Badeanzüge… Die meisten, die neu bei uns anfangen, haben das alles nicht.“  

Die Spielbank Berlin spendet jährlich 60.000 Euro an gemeinnützige Projekte. Spielbank-Geschäftsführerin Christiane Brümmer: „Der größte Teil davon geht in den Sport.“

 

Bildunterschrift: Spielbank-Direktor Hans Hansen (li.) und Geschäftsführerin Christiane Brümmer (re.) überreichten den Scheck an Carsten Grohne vom Vereinsvorstand, Schwimmer Ivan Arnaut und die SSL-Coaches Sybille Cramer und Stephan Gabriel Haufe (v.l.).
Foto: Max Weise

  • Scheck-Übergabe im Bad am Spreewaldplatz
  • Die Spielbank übergab einen 2.000-Euro-Scheck