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Leistungssport: Weichen für die Zukunft gestellt

Im Sportausschuss des Berliner Abgeordnetenhaues wurde heute das „Berliner Leistungssportkonzept 2024“ vorgestellt.

Berlins Sportsenator Andreas Geisel lobte das Leistungssport-Konzept: „Es ist ein klares Bekenntnis zum Spitzensport – so wie wir es bereits im Koalitionsvertrag festgeschrieben haben. Damit schaffen wir die Basis für die Erfolge von morgen“, sagte Andreas Geisel. “Wir wollen, dass sich noch mehr Talente erfolgreich entwickeln können und Berliner Athletinnen und Athleten auch in der Zukunft eine wichtige Rolle im internationalen Wettbewerb spielen“, so der Senator.

Das Konzept wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Berlin (LSB) und dem Olympiastützpunkt (OSP) erarbeitet. Auf Grundlage des vom Senat verabschiedeten Grundsatzpapiers „Sport in Berlin – Perspektiven der Sportmetropole 2024“ konkretisiert es die künftige Strategie für den Bereich Leistungssport mit der Spitzen- und Nachwuchsförderung und bildet so ein Gesamtkonzept für den Berliner Sport.

Es beinhaltet eine bessere Verzahnung von Landes- und Bundesstützpunkten sowie der Eliteschulen des Sports, dem Olympiastützpunkt Berlin, den Vereinen und Fachverbänden. Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die bessere Sichtung und Förderung von Talenten. Dabei werden die Grundlagen bereits über die Bewegungsförderung im Kita- und Grundschulalter gelegt. Dies sieht auch der LSB so. Präsident Klaus Böger verspricht daher, dass man gemeinsam alles daran setzt, in der Nachwuchsarbeit in Deutschland wegweisend zu werden.

„Die Trainerinnen und Trainer nehmen dabei eine Schlüsselposition ein“, sagte Senator Geisel. „Berlin setzt auf gute Rahmenbedingungen. Dazu gehören die Bereitstellung und der Betrieb von leistungssportspezifischen Wettkampf- und Trainingsstätten ebenso, wie angemessen honorierte Ausbilderinnen und Ausbilder. Wir wollen die Besten haben.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Berliner Leistungssportkonzepts ist eine bessere Unterstützung der Athletinnen und Athleten über den Sport hinaus. Die Aktiven sind einer steten Doppelbelastung von Sport auf der einen Seite und Schule, Berufsausbildung oder Studium auf der anderen Seite ausgesetzt. Die so genannte „Duale Karriere“ kann zum Beispiel durch die Weiterentwicklung der Zugangserleichterungen für das Studium an den Hochschulen mit ihrer Nähe zu den Berliner Trainingsstandorten gefördert werden. „Aber auch die Unternehmen sind gefragt“, forderte Senator Geisel. „Sportlerinnen und Sportler haben bereits viele wichtige berufliche Qualitäten unter Beweis gestellt.“ Verlängerte Ausbildungszeiten oder ein flexibles Zeitmanagement seien gute Investitionen. Auch die Berliner Verwaltung und die landeseigenen Betriebe werden hier nicht nachstehen.

„Schon heute ist der Berliner Leistungssport im bundesweiten Vergleich sehr gut aufgestellt. Mit seiner Infrastruktur, den vielen leistungsfähigen Trainingsstandorten sowie den zahlreichen Veranstaltungen, ist er auch für Spitzenverbände attraktiv“, sagte Geisel. Das unter Berücksichtigung der parallel auf Bundesebene geplanten Neustrukturierung der Leistungssportförderung erarbeitete Berliner Konzept werde dafür sorgen, dass „die Sportmetropole Berlin auch künftig Deutschlands Spitzensportstandort Nummer Eins bleibt.“

Foto: Jürgen Engler

 

 

  • Talentiade 052017