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Fördervereinbarung für den Sport wird Realität

Sportsenator Geisel verkündete die gute Nachricht bei der LSB-Mitgliederversammlung am 24. November im Haus der Deutschen Wirtschaft

Sportsenator Andreas Geisel hatte zur Mitgliederversammlung des Landessportbundes Berlin eine gute Nachricht mitgebracht. In seinem Grußwort an die Delegierten sagte er: „Wir stehen kurz vor dem Abschluss des Doppelhaushalts 2018/19. Die langersehnte Fördervereinbarung zwischen dem LSB und der Senatsverwaltung für Inneres und Sport wird nun endlich Realität. Darauf bin ich stolz.“ Der LSB werde ab 2018 pro Jahr 4,36 Millionen Euro als Ausgleich für sinkende Lotto-Einnahmen erhalten. „Das ist eine deutliche Wertschätzung des Sports.“ (Pressemitteilung) Er dankte dem Abgeordnetenhaus und dem Sportausschuss für die Unterstützung. Zugleich kündigte er an, dass das Sportstättensanierungsprogramm fortgesetzt wird und die Zuschüsse für das Vereinsinvestitionsprogramm und das Nachwuchsförderprogramm „Berlin hat Talent“ erhöht werden. „Das ist gut für Berlin“, sagte er unter Beifall.

Präsident Klaus Böger erinnerte daran, dass die Fördervereinbarung zur Zukunftssicherung des Sports ein langer Kampf war. Fast zehn Jahre sei darum gerungen worden, um dem LSB unabhängig von schwankenden Lotto-Mitteln Planungssicherheit zu geben. „Dennoch schwimmt der LSB jetzt nicht im Geld“, sage er. „Die Sportförderung ist jetzt wieder auf dem Niveau von 2008 plus ein leichtes Plus“, sagte er. „Dafür danken wir.“ Die Lotto-Einnahmen seien dennoch weiter wichtig für den Berliner Sport. Er dankte der anwesenden Dr. Marion Bleß, Vorstand der LOTTO-Stiftung Berlin und DKLB-Vorstand, für die gute Zusammenarbeit.

Was mit den Lotto-Mitteln, der Sportförderung und den Zusatzeinnahmen aus der Fördervereinbarung geschieht, hatte der LSB für die Delegierten der Mitgliederversammlung in der Broschüre „Was tut der LSB Berlin für die Sportvereine in unserer Stadt?“ zusammengestellt. Darin sind die finanziellen und organisatorischen Dienstleistungen aufgelistet, die direkt an die Berliner Sportvereine gerichtet sind.

Klaus Böger äußerte in seinem Bericht auch Wünsche an den Senator. Er bat darum, noch stärker auf andere Senatsverwaltungen einzuwirken und dort die Interessen der Sportvereine zu vertreten: „ Wenn bei der Stadtentwicklung das Modell Berlin 2030 diskutiert wird, muss auch ein Vertreter des Sports dabei sein. In der Bildung ist die Kooperation von Schule und Verein ein wichtiges Thema. Im Gesundheitsbereich können Sportvereine als Partner und Anbieter noch stärker wirksam werden.“

Der Präsident berichtete auch über die Sanierung der Sporthallen, die als Notunterkünfte für geflüchtete Menschen dienten. Der LSB rechne damit, dass Mitte Dezember die Rudolf-Harbig-Halle wieder für den Sport zur Verfügung stehe. Die Halle im Horst-Korber-Zentrum werde voraussichtlich Mitte Januar wiedereröffnet.

Sportsenator Andreas Geisel bedauerte, dass aufgrund von mangelnden Kapazitäten bei den Baufirmen die Sanierung aller Hallen noch nicht abgeschlossen ist. Die Sanierung werde noch bis zum Sommer 2018 dauern. Zwei Hallen würden erst Anfang 2019 fertig sein. Ausdrücklich dankte er den Sportvereinen für ihre Willkommenskultur und Integrationsleistung. Ein Ausdruck des Dankes sei die Anerkennungsprämie von knapp einer Million Euro, die der Senat den Vereinen zur Verfügung gestellt hat, deren Trainingsstätte zeitweilig Notunterkunft war.

Weitere Themen der Mitgliederversammlung, die von Vizepräsident Thomas Härtel geleitet wurde und drei Stunden dauerte, waren der Haushalt 2018, die Leistungssportreform, die neue LSB-Broschüre „Good Governance und Compliance im Sport“ und Satzungsänderungen. Die Delegierten stimmten unter anderem dafür, dass ab den nächsten Wahlen 2018 das Präsidium vier Jahre im Amt ist. Bisher waren es drei Jahre.

Zu den Ehrengästen der Mitgliederversammlung gehörten Philipp Bertram und Stefan Förster, die Sportpolitischen Sprecher der Linken und der FDP im Abgeordnetenhaus, LSB-Ehrenpräsident Peter Hanisch, die LSB-Ehrenmitglieder Dr. Dietrich Gerber, Uwe Hammer und Gabriele Wrede sowie Harald Bösch-Soleil, Leitender Senatsrat bei der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

Mit großer Freude überreichte Klaus Böger dem Ruderer Andreas Kuffner die Sportplakette in Gold als höchste Auszeichnung des LSB Berlin. In seiner Laudatio sagte er: „Andreas Kuffner ist einer der erfolgreichsten Berliner Ruderer der jüngsten Zeit: mit dem Deutschlandachter 2011 Weltmeister, 2012 Olympiasieger, 2014 Europa- und Vizeweltmeister, 2016 noch einmal Europameister sowie Olympiazweiter. Parallel hat er an der Beuth-Hochschule seinen Master als Wirtschaftsingenieur abgelegt - mit Auszeichnung. Er ist ein ganz großes Vorbild.“

Ein kurzer Film über unsere Mitgliederversammlung steht hier

Fotos: Jürgen Engler

  • MV 2017 Bleß Soleil
  • MV 2017 Ehrenmitglieder
  • MV 2017 Härtel
  • MV 2017 Kuffner Böger
  • MV 2017 Senator Geisel
  • MV 2017 Sprecher
  • MV 2017 Totale