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„Ein guter Tag für den Sport"

Rudolf-Harbig-Halle im Horst-Korber-Sportzentrum wurde heute dem Spitzen-, Breiten- und Schulsport zurückgegeben

Allgemeines, ja großes Aufatmen bei Berlins Leichtathleten: Endlich steht ihnen die Rudolf Harbig-Halle wieder zur Verfügung, gerade noch rechtzeitig für das Wintertraining. Zwei Jahre lang konnte diese wichtige Trainingsstätte nicht genutzt werden, weil zunächst hier ab September 2015 Flüchtlinge untergebracht waren und nach deren Auszug im Mai vergangenen Jahres noch einmal viel Zeit verloren ging, ehe mit der notwendigen Sanierung begonnen werden konnte. Der Grund: Es hat lange gedauert, bis sich die verantwortlichen Senatsstellen und der Landessportbund bei der Schadensregulierung einigen konnten.

Sport-Staatssekretär Christian Gaebler, der gemeinsam mit LSB-Präsident Klaus Böger sowie Berlins Leichtathletik-Vizepräsidenten Klaus Brill, zur Mittagsstunde des 18. Dezembers das straff gespannte rot-weiße Band zerschnitt und damit praktisch die Freigabe der Anlage erteilte, entschuldigte sich für die anfängliche Verzögerung der Arbeiten. Er lobte dann die Fortschritte und die Einsicht aller Beteiligten und erklärte, dass demnächst elf weitere Hallen genutzt werden können, darunter die Dreifelder-Halle im Horst-Korber-Zentrum.

Auch Klaus Böger („Die Sonne strahlt, mein Herz auch“) zeigte sich erleichtert, dass die Harbig-Halle nun wieder ihren eigentlichen Zweck erfüllt, denn sie wird ja nicht nur von den Leichtathleten genutzt, sondern auch von den Jungen und Mädchen der Eliteschule im Olympiapark/Poelchauschule. „Ein guter Tag für den Sport“, sagte er.

Auch Schulleiter Matthias-Carsten Rösner verfolgte interessiert die Neueinweihung. Der gesamte Belag (Retopping) wurde erneuert und die Sanitäranklagen wieder auf Vordermann gebracht. Weitere Informationen zur Sanierung des HKS stehen hier

Berlins beste Weitspringerin Melanie Bauschke freute sich, dass sie, in Charlottenburg wohnend, nun nicht mehr die 50-Miunten lange Fahrt nach Hohenschönhausen in Angriff nehmen muss, sondern in weniger als einer Viertelstunde in der Halle am Glockenturm ist, wo sie künftig täglich trainiert. Gemeinsam mit Sprinterinnen aus der nahe gelegenen Eliteschule absolvierte sie den ersten 60-m-Test, ehe am Tag danach der normale Betrieb beginnt.

Klaus Brill: „Weil wir bei unseren Planungen nicht wussten, wann die Halle wieder fertig sein würde, haben wir keine festen Veranstaltungen für die kommenden Monate terminiert. Das wird erst mit dem Winterhalbjahr 2018/19 der Fall sein. Doch schon im Hinblick auf die EM in August kann die Halle von unschätzbarer Bedeutung sein. So gesehen, ist die Fertigstellung das schönste Weihnachtsgeschenk für unseren Verband.“

Rund 60 Sporthallen waren nach LSB-Informationen im Winter 2015/16 Notunterkünfte. Davon wurden im Laufe des Jahres 2016 einige der inzwischen wieder freigezogenen Hallen, bei denen kein größerer Sanierungsbedarf bestand, an die Sportvereine zur Nutzung zurückgegeben. Rund 50 Sporthallen dienten im Anschluss noch als Notunterkünfte bzw. mussten saniert werden. Staatssekretär Gaebler verkündete heute: „32 Hallen können inzwischen wieder für den Sport genutzt werden, weitere elf Hallen werden im ersten Quartal 2018 dem Sport zurückgegeben. Bei sechs Hallen dauert es noch länger - aufgrund des größeren Sanierungsbedarfs."

Text: Hansjürgen Wille

Fotos: Jürgen Engler

Ein kurzes Video über die Rückgabe der Rudolf-Harbig-Halle zeigen wir hier

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