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Dreifelderhalle im Horst-Korber-Sportzentrum zurückgegeben

Bedeutende nationale und internationale Trainings- und Veranstaltungsstätte steht nach über zwei Jahren wieder für den Sport zur Verfügung

Große Freude bei Berlins Handballern, Volleyballern und Hockeyspielern: Endlich dürfen sie wieder in der Dreifelderhalle im Horst-Korber-Sportzentrum trainieren. Über zwei Jahre konnten sie ihre wichtigste Trainingsstätte nicht nutzen. Das Horst-Korber-Sportzentrum war von September 2015 bis Mai 2016 Notunterkunft für geflüchtete Menschen. Nach dem Auszug im Mai 2016 verging noch einmal viel Zeit, ehe im Oktober 2016 das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und die Finanzverwaltung die Sanierungsmittel in Höhe von 3,74 Millionen Euro freigaben. Die Verhandlungen mit dem Senat über Schadenshöhe, Finanzierung und Sanierungsbedarf waren zuvor schwierig und kontrovers verlaufen. Deshalb begannen erst im Januar 2017 die Sanierungsarbeiten.

LSB-Präsident Klaus Böger, Sportstaatssekretär Christian Gaebler und Berlins Handball-Präsident Thomas Ludewig zerschnitten heute im Beisein von Hockey-Präsident Jürgen Häner, Kaweh Niroomand, Manager der BR Volleys, und Philipp Bertram, sportpolitischer Sprecher der Linken im Abgeordnetenhaus, das straff gespannte rote Band. Sie gaben damit die frisch sanierte Halle dem Sport zurück.

Für die Sportlerinnen und Sportler war das ein langersehnter Augenblick: Egor Bogachev und Kyle Russell von den BR Volleys sowie Schülerinnen und Schüler der Eliteschule des Sports im Olympiapark/Poelchau-Schule nahmen die Halle sofort wieder in Besitz.

Klaus Böger sprach von einem „guten Tag für den Sport”. Er zeigte sich erleichtert, dass die Halle nun wieder ihren eigentlichen Zweck erfüllt, und nannte Zahlen: „Die Dreifelderhalle wurde für rund 2,6 Millionen Euro saniert. Erneuert wurden vor allem der Hallenboden sowie die Umkleide- und Sanitärräume.”

Christian Gaebler sagte: „Mit der Unterbringung von Geflüchteten in Turnhallen hat der Berliner Sport im großen Maße Humanität und Geduld gezeigt. Ich möchte mich deshalb nochmals ganz herzlich bei den Sportlerinnen und Sportlern für ihre Solidarität bedanken. Mit der Wiedereröffnung der Dreifelderhalle schlägt das Herz des Horst-Korber-Zentrums endlich wieder und Berlins Sport erhält zusammen mit der Rudolf-Harbig-Halle eine bedeutende Veranstaltungsstätte, vor allem aber eine Trainingsstätte für Leichtathletik, Hockey und Ballsport zurück.“

Thomas Ludewig dankte im Namen der Sportler für die Übergabe der Halle. Auch er erinnerte an die große Solidarität zwischen den Sportlern der drei Verbände: „Wir sind enger zusammengerückt und haben versucht, uns gegenseitig zu helfen – mit Ausweichmöglichkeiten zum Trainieren.”

Im Horst-Korber-Sportzentrum mit der Dreifelderhalle und der Rudolf-Harbig-Halle waren von September 2015 bis Mai 2016 zeitweilig bis zu 1150 geflüchtete Menschen untergebracht. Die Sanierung der beiden Hallen hat rund 3,74 Millionen Euro gekostet, die das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten zahlt. Die Rudolf-Harbig-Halle war schon am 18. Dezember 2017 den Leichtathleten als Trainingsstätte zurückgegeben worden. 

Ein kurzes Video ist hier zu sehen.

Fotos: Jürgen Engler

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