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Jetzt online nach den „Sternen“ greifen!

Der Wettbewerb „Sterne des Sports“ startet wieder – bis 29. Juni bewerben!

Die Berliner Volksbank und der Landessportbund Berlin suchen auch 2018 die engagiertesten Sportvereine der Hauptstadt.

Zeigen Sie, was Sie Tolles leisten, für wen Sie sich einsetzen und mit welchen neuen oder bewährten Maßnahmen Sie Ihre Mitglieder begeistern. Ob Sie ein spezielles Angebot für benachteiligte Jugendliche haben, sich um den Schutz der Natur bemühen, Ihr Vereinsmanagement effizient gestalten oder sich um die Generation 60+ kümmern – mit den „Sternen des Sports“ können Sie diese und andere Initiativen ins Licht der Öffentlichkeit rücken und attraktive Geldprämien gewinnen.

Bewerbungen sind ausschließlich online möglich und spätestens bis zum 29. Juni 2018 einzureichen. Füllen Sie das Formular aus und beschreiben Sie die Besonderheiten des Engagements Ihres Vereins. Laden Sie aussagekräftige Fotos hoch, gerne auch bewegte Bilder.

Hier finden Sie das Bewerbungsformular und weitere Informationen.
Sollten Sie weitere Fragen haben, senden Sie eine E-Mail an sternedessports@berliner-volksbank.de.

Eine fachkundige Jury wird über die Vergabe der „Sterne des Sports“ in Silber entscheiden. Die teilnehmenden Vereine werden über das Ergebnis informiert. 

Das waren die erfolgreichen Berliner Projekte 2017

Beim bundesweiten Vereinswettbewerb kam das Projekt „Fitte Füchse” der Füchse Berlin Reinickendorf auf Platz 4. Der Berliner SV Rot-Weiß Viktoria Mitte errang beim Publikumspreis den 3. Platz.

Hier sind die Porträts der beiden Berliner Projekte:

Füchse Berlin Reinickendorf

„Fitter Fuchs“ – das ist nicht nur der Anspruch an die Bundesliga-Handballer, um auf nationalem und internationalem Parkett erfolgreich zu bestehen, sondern „Fitter Fuchs“ ist auch das Programm jenes Mehrsparten-Vereins aus Reinickendorf, der ein ganz hervorragendes Gesundheits- und Fitnessangebot auf seinen Schild gehoben hat. „Mit diesem Konzept hoffen wir, bis zum Jahr 2020 unsere Mitgliederzahlen von derzeit 3700 auf 5000 steigern zu können“, sagt ein optimistisch dreinblickender Geschäftsführer Bernd Hofmann und verweist auf die tollen Zuwachsraten in jüngster Vergangenheit.

Diese sind nicht zuletzt auf jene 50 Kurse zurückzuführen, die seit der Eröffnung des schmucken Füchse-Sportparks an der Kopenhagener Straße entstanden und einen gewaltigen Zulauf erhalten haben. „Unsere Palette reicht“, so die hoch engagierte Projektleiterin Hella Grundschok, „von A wie Aerobic bis Z wie Zumba, wobei Vit Fital, Reha- und Herzsport, Rückengymnastik und Fit Ü 50 einen breiten Raum einnehmen. Aber auch Kickboxen, Pilates, Yoga und Turnen mit Eltern sind bei uns möglich.“

Das Ziel lautet, nicht nur mehr Menschen, vor allem aus dem Kiez und der nahen Umgebung, zum Sport zu animieren, sondern ihnen auch die Möglichkeit zu bieten, sich in geselliger Runde, beispielsweise in dem schönen Vereinsheim, zu treffen, Freundschaften zu schließen und, wenn es nötig ist, sich auch einander zu helfen. „Apres Sport“ ist besonders für Ältere oder Alleinstehende genauso wichtig wie „work out“.

Weil der Verein, dessen größte Abteilungen Fuß- und Handball sowie Turnen sind, aber nicht auf dem bisher Erreichten verharren will, sind bereits Überlegungen getroffen und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt worden. Dabei geht es nicht nur um das Programm „Sport vor Ort“, wo die Zusammenarbeit mit den Schulen (Sport-AGs) sowie Physiotherapie-Praxen ausgebaut werden soll, demnächst werden auch Gespräche mit Kirchen stattfinden, ob eventuell räumliche Vorausaussetzungen für Gymnastikkurse bestehen. Vorgesehen ist ferner, den nahen Klemke-Park in die sportlichen Angebote mit einzubeziehen.

Außerdem soll auf dem Fuchspark-Gelände in Bälde mit dem Bau einer Dreifelder-Schulturnhalle begonnen werden, die in den späten Nachmittagsstunden dann auch von dem Verein genutzt werden kann. „Damit sind wir in der Lage, verstärkt den Einstieg für Nichtmitglieder forcieren“, so Hofmann, der sich natürlich wünscht, dass sie eines Tages auch in den Verein eintreten. „Ganz wichtig ist es“, so Hella Grundschok, „an Generations-übergreifende Angebote zu denken, das heißt, die gesamte Familie von unseren Angeboten profitieren zu lassen. Fest steht, dass das Gesundheitsbewusstsein in jüngster Zeit enorm zugenommen hat. Vor allem in der Altersklasse über 50 Jahre, die momentan einen Anteil von 30 bis 40 Prozent bei unseren Kursen ausmachen.“

Dass versierte, sprich lizenzierte Übungsleiter zur Verfügung stehen, ist selbstverständlich. Aber es gibt auch viele ehrenamtliche Helfer, die sich im Kinder- und Schüler-Bereich engagieren. Was Vereins-Chef Frank Steffel in einer Pressemitteilung nach der Sterne-Auszeichnung besonders lobend hervorhob und allen für ihren unermüdlichen Einsatz dankte.

SV Rot-Weiß Viktoria-Mitte: 

Jeder kann ein Reporter sein

Um tolle, außergewöhnliche Ideen ist der SV Rot-Weiß Viktoria-Mitte nicht verlegen. Schon zweimal gewann er in den letzten sieben Jahren in Berlin den Großen Silbernen Stern mit seinen Projekten „Linguistischer Freistoß“ (2010) und „Sport Bio Diversität“ (2015), wobei es sich einmal um den besseren Umgangston im Fußball, zum anderen um eine Umwelt-Initiative handelte. Diesmal setzte der 3100 Mitglieder starke Verein, der sich zu 70 bis 80 Prozent aus Kindern und Jugendlichen rekrutiert, auf die Karte „Viktoria Channel“ und landete damit auf Platz zwei.

Was versteht man nun diesem Thema? Dazu Elias Bouziane, verantwortlich für den Nachwuchsbereich: Wir haben eine Plattform geschaffen, wo nach dem Motto vom „Spieler zum Sprecher“ oder „jeder kann ein Reporter sein“ unsere Mitglieder mit dem Mikrofon und der Kamera unterwegs sind, um Spielberichte, Interviews, Lehrfilme und andere Beiträge zu erstellen, die allerdings nur einem bestimmten Kreis zugänglich sind.

Der erst 13-jährige Pepe Hagemeister ist so ein kreativer Kopf in einer bislang noch relativ kleinen, aber ständig wachsenden Gruppe, die sich dem Viktoriachannel.com verschrieben hat. „Es macht unheimlich viel Spaß“, sagt der Achtklässler aus der PepperMont-Schule im Prenzlauer Berg, der seine Berichte und Videos selbst schneidet, bespricht und sogar vertont. Kein Wunder, schließlich möchte er einmal zum Film und Regisseur werden.

Schnurstracks holte er an diesem Sonnabendvormittag seine Utensilien aus dem Rucksack und befragte ein paar Knirpse in rot-weißer Kleidung, die sich gerade für ihr Spiel auf dem Platz an der Stralsunder Straße vorbereiten wollten. „Wie sind Eure Chancen bei so einem starken Schneegestöber. Macht Euch das Wetter etwas aus?“, wollte Jung-Reporter Pepe wissen.

Momentan ist er dabei, andere Mitschüler und Gleichgesinnte zu bewegen, es ihm nach zumachen. Das Ziel ist der Aufbau eines jungen Reporter-Teams, wobei die Klubführung beim anstehenden Bau des Vereinsheims dafür sorgen will, dass auch ein Begegnungsraum für all jene geschaffen wird, die sich in diesem Metier weiter entwickeln wollen. Es ist sogar an den Kauf von Schnittcomputern gedacht, an den gearbeitet werden kann. Bislang sind rund 40 Beiträge in dem videochannel.com zu sehen, die aber nicht nur von Pepe, sondern auch anderen Mitgliedern stammen. Die Idee zu dem seit fast zwei Jahren existierenden Projekt stammt übrigens von Andreas Prossliner, dem Vater zweier beim SV Rot-Weiß spielenden Söhne.

Das freie Sprechen zu trainieren und zu verbessern, Erlebnisse spannend zu erzählen und persönliche Erfahrungen weiter zu geben, dass soll mit dem Projekt erreicht werden, wobei auch an Workshops mit YouTubern, Medienpädagogen, Sportreportern und Kameramännern gedacht ist. Schließlich sollen die veröffentlichen Beiträge beziehungsweise Fun-Videos so interessant gestaltet sein, damit die Rot-Weiß-Mitglieder ihre Freude daran haben und wissen, was in ihrem Verein los ist.

Wie heißt es doch in einer Video-Botschaft des SV Rot-Weiß Viktoria-Mitte: „Zeig, was du zu sagen hast.“

Texte: Hansjürgen Wille