- Die demografische Entwicklung fordert die Sportorganisationen heraus, für die unterschiedlichen Altersgruppen der Senioren gezielte Sportangebote zu entwickeln. Durch die Erhöhung der durchschnittlichen Lebenserwartung, den gleichzeitigen Rückgang der Geburten und der immer früheren Ruhestandsgrenze wird nicht nur die Gesellschaft als Ganzes altern, sondern auch die Altersphase verlängert und vielfältiger. Das ist ein Auftrag, eine verstärkte Förderung des Seniorensports. Wenn zwei Drittel aller über 60-Jährigen in Berlin keinen Sport mehr betreiben, so liegen hier erhebliche Ressourcen für den Vereinssport.
- Es ist wissenschaftlich nachgewiesen und durch die Praxis bestätigt, dass Bewegung und Sport im Alter zum Erhalt bzw. zur Wiederherstellung der Gesundheit in ihrer Einheit von physisch, geistig-psychisch und sozialen Komponenten beitragen. Hierbei kommt der „sozialen Gesundheit“ eine besondere Bedeutung zu. Entsprechend ihrem Wesen sind Bewegung und Sport vor allem bei den älteren Bürgern auf ihr körperliches Wohlbefinden als relevanten Bestandteil ihrer Lebensqualität gerichtet. Deshalb besitzen das regelmäßige Üben und Trainieren der körperlichen Eigenschaften Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit einen hohen Stellenwert für Ältere. Derartige Angebote richten sich sowohl an aktive als auch an sportungeübte Senioren (Sport für Neu- und Wiedereinsteiger).
- In Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Trägern werden Sportangebote für Senioren entwickelt, die schrittweise an eine Vereinsmitgliedschaft heranführen. Die Gründung von Seniorensportvereinen bei externen Trägern wird unterstützt.
- Das Mobile Team ‚Seniorensport’ des Landessportbundes wurde zum „Mobilen Team Gesundheits- und Seniorensport’ ausgebaut. Schwerpunkte des Seniorensports sind Angebote im Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport, aber auch in den klassischen Bereichen des Leistungs- und Wettkampfsports sowie der sportlichen Sozialarbeit.
- Generationsübergreifende Aktivitäten von Bewegung und Sport in den Sportvereinen müssen auch unter dem Aspekt des Familiensports fester integriert werden.
- Die Übernahme von ehrenamtlicher Verantwortung durch nicht mehr berufstätige Senioren wird in allen Bereichen des Vereinssports unterstützt.
- Die Feststellung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass zur Gesundheit auch das soziale Wohlbefinden gehört, ist gerade im Seniorensport ein wichtiges Leitmotiv.
- Die Kooperation mit Bezirksämtern, Seniorenverbänden und Senioreneinrichtungen wird intensiviert.
- Eine engere Zusammenarbeit mit Krankenkassen und Versicherungsträgern wird vorrangig im Bereich des Gesundheitssports und der Rehabilitation angestrebt.
© Landessportbund Berlin, 2008
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