Das Areal des Gleisdreiecks vom Schöneberger Ufer bis zur Monumentenbrücke, vorwiegend im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gelegen, ist eines der letzten unbebauten Freiflächen in der Innenstadt. Zurzeit wird über die zukünftige Gestaltung des Geländes gestritten. Der Sport scheint in diesem Spiel momentan der Verlierer zu sein. Jedoch kann dies verhindert werden, wenn alle Akteure des Sports aus der Verwaltung und des organisierten Sports zusammenspielen. Bis jetzt ist es aber nicht der Fall, dass wird sich aber ändern. Wir hatten beim Staatssekretär Härtel bereits ein erstes Gespräch hierzu. Weitere Gesprächsrunden mit den Bezirken werden z.Zt. geführt.
Fakt ist, der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg im Besonderen, aber auch die anliegenden Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Mitte sind im angrenzenden Bereich des Gleisdreiecks mit Sportstätten erheblich unterversorgt. Deshalb muss alles unternommen werden, dringend benötigte Sportstätten zu bauen. Dass der Bedarf da ist, haben die Bezirke bereits seit langer Zeit festgestellt. Entsprechende Aussagen sind im FNP wie auch in der Bereichsentwicklungsplanung getroffen worden. Im Konzept Gleisdreieck der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung aus dem Jahr 1997 sind sowohl eine Sporthalle wie auch ungedeckte Sportanlagen, z.B. mehrere Großspielfelder, zwei Jugendspielfelder, Mehrzweckspielfelder, Tennisplätze, Basketball, Lauf-, Sprung- und Wurfanlage und Trendsportanlagen als „planerische Absicht“ festgesetzt worden. Das dafür anvisierte Gelände wurde in weiteren Überlegungen mehrfach verändert. Seit Oktober 2001 sollen jedoch die Sportstätten im Bereich von Kleingärten gebaut werden. Das birgt natürlich Sprengstoff, zumal die konkreten planerischen Fragestellungen bis heute ungeklärt geblieben sind.
Für den Sport ist zwar eine Fläche von 4,1 ha im westlichen Teil des Geländes vorgesehen. Skandalös dabei ist, das diese Fläche nur Gegenstand des Ideenteils und nicht Realisierungsteils des Wettbewerbes ist, da die Finanzierung der Sportanlagen nicht gesichert ist, sprich es wurden bislang keine Mittel dafür in die bezirklichen Haushalten eingestellt worden.
Die Frage ist, warum haben die Bezirke diese Chance nicht genutzt. sind, wo doch gerade diese Bezirke viele Kinder und Jugendliche haben, von denen zahlreiche aus sozialen Brennpunkten stammen. Diese benötigen dringend mehr Freiraum zur sportlichen Betätigung und vor allem auch Sportstätten. Benachbarte Sportstätten platzen auf Grund der hohen Nachfrage aus allen Nähten. Wir hoffen dabei auch auf die Unterstützung der bezirklichen Sportarbeitsgemeinschaften. Der Sport darf diese Möglichkeit nicht verschlafen, denn wo können in unserer Stadt heutzutage noch Sportanlagen errichtet werden.
Peter Hahn
