In seiner Grußbotschaft zum Neujahrsempfang der Sportjugend Berlin am 25.01.2010 wies der Sportjugend-Vorsitzende Tobias Dollase die zahlreichen Gäste darauf hin, dass die Einführung der integrierten Sekundarschulen im kommenden Schuljahr gleichermaßen Herausforderung und Chance für den Sport darstellt.
Schülerinnen und Schüler verbringen zukünftig zunehmend mehr Zeit an diesen Ganztagsschulen, wo sich Unterricht und andere pädagogische Angebote abwechseln und ergänzen. Damit steht ihnen weniger Zeit für außerschulische Aktivitäten zur Verfügung. Daher müsse es im Interesse von Kindern und Jugendlichen sowie im Interesse der Sportorganisationen selbst liegen, sich mit Angeboten aktiv in die Gestaltung des Schulalltags einzubringen.
Der Präsident des Landessportbundes, Klaus Böger, betonte in seinem Grußwort, die Sportjugend werde in diesem Bereich von der Gesamtorganisation voll und ganz unterstützt und unterstrich damit die Bedeutung des Themas Kooperation von Schule und Sportverein.
Auch die Staatssekretärin Claudia Zinke wies darauf hin, dass gerade Sportvereine ideale Partner für Schulen seien, was auch bereits bestehende Kooperationsvereinbarungen bewiesen. Durch Kooperationen übernehmen Schulen und Sportvereine nicht nur gemeinsam Verantwortung für die motorische Entwicklung von Jugendlichen, sondern gerade auch für deren Persönlichkeitsentwicklung. Zudem profitiere Schule durch die Kooperationen von ergänzenden, vielseitigen Sport- und Bewegungsangeboten und die Vereine von der Möglichkeit, Jugendliche auch außerhalb der Schule an sich zu binden.
Neben dem Aufruf an den Sport, Kooperationen mit Schulen zu suchen und zu gestalten, lag Dollase das Thema „Kids in die Sportklubs“ am Herzen.
Er berichtete über den aktuellen Stand des Förderprogramms, das bedürftigen Berliner Kindern eine nachhaltige und kostenlose Mitgliedschaft in einem Sportverein ermöglicht. Gegenwärtig werden rund 1.500 Kinder und Jugendliche gefördert. Angesichts der sozialen Probleme in der Stadt kam der Erfolg des Programms nicht überraschend. Allerdings stelle die rasante Steigerung der Mitgliederzahlen die Sportjugend vor nicht unerhebliche personelle Probleme, da das u.a. durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds finanzierte Projekt komplizierten und umfangreichen Abrechnungsmodalitäten unterliegt.
Silke Lauriac



