Warum sollten Berliner Vereine ihre bisher nach SPAN gepachtet Sportgrundstücke kaufen?
Ein wesentlicher Grundgedanke der Initiative zum Grundstückerwerbs ist, den interessierten Berliner Sportvereinen ein Mehr an Planungssicherheit zu verschaffen und einen Beitrag zur Zukunftssicherung des Vereins zu leisten.
Kurze Historie
Nach ersten Sondierungen 1995 wurden in den nachfolgenden Jahren in unzähligen Gesprächsrunden mit den politisch Verantwortlichen sowie mit den in den Berliner Verwaltungen Handelnden das Projekt vorangetrieben. Im Mai 1998 wurde ein erster Muster-Rahmenvertrag vorgelegt. Dann dauerte es nochmals vier Jahre, bis endlich nach vielen Querschüssen aus der Politik, Widerständen aus den Bezirken und dem Senat, unter Einbeziehung der LSB im August 2002 ein Entwurf eines Muster-Kaufvertrages für Sportgrundstücke als Rahmenvertrag vorgestellt werden konnte.
Grundlage ist ein Beschluss des Abgeordnetenhauses von Berlin vom 30.11.2000. Danach wird gemeinnützigen und im Sinne des Sportforderungsgesetzes förderungswürdigen Sportvereinen die Möglichkeit eröffnet, die von ihnen genutzten landeseigenen Grundstücke käuflich zu erwerben.
Sportfreundlicher Kaufpreis
Klar war von Anbeginn, wenn der Kaufpreis nicht stimmt, dann kann das Projekt „Kauf von Grundstücken“ keine breitenwirksame Akzeptanz bei den Vereinen finden und ist zum Scheitern verurteilt. Daher lag für den LSB ein wesentlicher Schwerpunkt darin, einen sportfreundlichen Kaufpreis zu erreichen.Dies wurde umgesetzt: Gemeinnützige Vereine brauchen nur ein Viertel des auf dem Markt üblichen Kaufpreises aufbringen. Grundlage ist der jeweils aktuelle Bodenrichtwertatlas des Landes Berlin, der von der Senatsentwicklung für Stadtententwicklung herausgegeben wird. Diese Rahmenbedingungen erhöhten die Aufmerksamkeit jener Vereine, die am Erwerb ihrer bisher genutzten Grundstücke interessiert waren.
65 Grundstücke wurden bisher von gemeinnützigen Verein erworben (Stand November 2007)
Die Kaufverhandlungen werden vom Liegenschaftsfonds Berlin GmbH & Co.KG abgewickelt. Er ist somit ein erster Ansprechpartner für Vereine. Weiter ist jener Bezirk zu kontaktieren, in dem das Sportgrundstück liegt. Hier ist das bezirkliche Grundstücksamt sowie die jeweilige bezirkliche Sportverwaltung Ihr Ansprechpartner.
Beim LSB wenden Sie sich bitte an Peter Hahn (Tel.: (030) 30002-142 /-101).
Vereine sollten die Chance nutzen, ihr Grundstück zu erwerben
Der LSB Berlin fordert weitere Vereine auf, Überlegungen anzustellen, ihr Grundstück ganz oder teilweise zu erwerben. Ob es dieses Angebot noch lange gibt und wie in den nächsten Jahren die Berliner Sportförderung aussieht, kann in unserer Stadt niemand vorhersagen.
Peter Hahn, Mai 2008