Netzwerk Frauengesundheit Berlin

Der Landessportbund Berlin ist Mitglied im Netzwerk Frauengesundheit. Das Netzwerk Frauengesundheit arbeitet kontinuierlich als Verbund von etwa 40 Fachfrauen aus verschiedenen Institutionen (Universitäten, Kliniken, Projekten, Verbänden, Bezirken, Senatsverwaltungen)

 

Das Netzwerk Frauengesundheit Berlin hat sich folgende Ziele gesetzt:

 

1. Förderung von Strukturen in den gesundheitsrelevanten Bereichen, die sich an den Lebensbedingungen und Bedürfnissen von Frauen orientieren.

Unterstützung von Ansätzen und Maßnahmen in der Gesundheitspolitik, Gesundheitsförderung und -versorgung, die Gesundheit und Krankheit als ganzheitliches Geschehen, also als Produkt von biologischen Faktoren sowie sozialen, kulturellen, geschlechtsspezifischen und altersbezogenen Lebensumständen verstehen sowie die Unterstützung von Vorhaben und Konzepten, die einen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter und zu einer geschlechtersensiblen Herangehensweise an Gesundheit und Krankheit leisten. (z.B. Gender-Mainstreaming-Strategien).

Fachlich-kritische Betrachtung und Bewertung der bestehenden Infrastruktur unter dem Aspekt der adäquaten Berücksichtigung der gesundheitlichen Belange von Frauen und Mädchen.

2. Herstellung eines breiten Bündnisses mit allen in den Bereichen Gesundheitsförderung, Versorgung und Rehabilitation agierenden Gruppen, Bündnissen oder Einzelpersonen.

Dazu gehört vor allem die Kontaktaufnahme und -pflege zu Krankenkassen, der Ärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung und weiteren Verbänden, zu Gesundheitspolitiker/innen der Fraktionen im Abgeordnetenhaus sowie der Aufbau stabiler Kooperationsbeziehungen zu Partner/innen in Politik, Forschung, gesetzlicher Krankenversicherung, zu Anbieter/innen von Gesundheitsleistungen und Vertretungen von Patienteninteressen.

3. Die gesundheitlichen Angebote für besondere Zielgruppen verbessern

Das Netzwerk strebt eine frauenspezifische gesundheitliche Förderung für alle Frauen und Mädchen an. Dabei muss die besondere Betroffenheit derjenigen Zielgruppen berücksichtigt werden, die aufgrund des für städtische Ballungszentren typischen sozialen Gefälles den schlechtesten Zugang zur gesundheitlichen Versorgung haben und durch strukturelle Benachteiligungen besondere Belastungen erfahren. Hierzu zählen beispielsweise Migrantinnen, alleinerziehende Frauen die von Arbeitslosen- und Sozialhilfe leben, von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen, Seniorinnen mit niedrigen Renten, Frauen mit Beeinträchtigungen und Frauen, die keinen Versicherungsschutz besitzen.

4. Information und Aufklärung über vorhandene Angebote in den Bereichen Prävention, Versorgung und Rehabilitation.

Herausgabe von Informationsmaterial zu frauenspezifischen Angeboten und Anbieter/innen

5. Die Fähigkeit zur Eigenverantwortung von Frauen im Sinne von Empowerment zu stärken.

Stärkung von Patientinnen hinsichtlich der Wahrnehmung ihrer Rechte - Werbung für den "informed consent" als Leitbild für das gemeinsame Handeln von Patientinnen und Ansprechpartner/innen im medizinischen System.


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© Landessportbund Berlin, 2008
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