Sportaustauschprogramm Berlin Jerusalem

1969 wurde auf Betreiben des damaligen Knesset-Abgeordenten Yaacov Gil und des damaligen LSB-Präsidenten und Berliner Stadtältesten Gerhard Schlegel ein Sportaustauschprogramm zwischen Jerusalem und Berlin ins Leben gerufen. Der Partnerschaftsvertrag wurde zwischen Landessportbund Berlin und der Stadtverwaltung von Jerusalem, Abteilung Sport und Internationale Beziehungen, geschlossen. Vor dem geschichtlichen Hintergrund sollen durch die regelmäßigen Sportkontakte Jugendliche aus beiden Städten Gelegenheit haben, einander kennen und verstehen zu lernen.

Jährlich finden eine Hin- und Rückbegegnung statt. Der Sportaustausch steht prinzipiell für jede Sportart offen, ist altersmäßig auf 16 – 18jährige Jugendliche begrenzt und umfasst jeweils 10 bis 14 Tage. Die Gruppen bestehen aus maximal 22 Personen einschließlich drei erwachsenen Begleitpersonen. In größeren Abständen gibt es auch Arbeitstreffen zwischen den Mitarbeitern der Jerusalemer Stadtverwaltung und Mitgliedern des LSB-Präsidiums, in denen jeweils die Pflöcke für die weiteren Jahre der Zusammenarbeit eingeschlagen werden. Das 25-jährige Jubiläum der Sportpartnerschaft wurde 1994 in Jerusalem mit einem glanzvollen Auftritt der Tanzgruppe der LSB-Sportschule (Gymnastiklehrerausbildung) vor großem Publikum gefeiert.

Das Sportaustauschprogramm geht von der Idee aus, auf der Grundlage der sportlichen Begegnung den Jugendlichen das Kennenlernen von Menschen und Kultur des Gastgeberlandes zu ermöglichen. Dazu gehört auch als ganz wesentlicher Bestandteil die zeitweilige Unterbringung bei Gastgeber-Familien. Das bietet eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit, durch das Leben in der Familie „Land und Leute“ kennen zu lernen bis hin zu typischen Essensgewohnheiten, Lebensrhythmus und Organisation des täglichen Lebens. Natürlich werden den Gästen auch die touristischen Highlights, insbesondere mit dem Schwerpunkt auf Sportstätten, gezeigt.

In den jetzt 39 Jahren, in denen das Austauschprogramm ohne Unterbrechung – jedenfalls von israelischer Seite aus – durchgeführt wurde, haben inzwischen weit über 2000 Jugendliche beider Städte Menschen, Kultur, Geschichte und Land des jeweiligen Partners kennen lernen können und so die Möglichkeit erhalten, sich mit den aus eigener Erfahrung gewonnenen Erkenntnissen mit dem Verhältnis beider Länder und der gemeinsamen Geschichte auseinanderzusetzen.

Derzeit sind im Programm folgende Begegnungen vorgesehen:

 

2008
 

In Jerusalem:
Herbst: Basketball/Tennis

In Berlin:
Herbst: Fechten

Kontakt: Dietrich Dolgner
 Tel. 030-30002113
 28.07.2008






Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper (Mitte), Koordinatorin für Internationale Kontakte, begrüßt die Leiter einer Tennis-Delegation aus Jerusalem, Moshe Rand (rechts) und Adi Pony (links), anlässlich ihres knapp zweiwöchigen Aufenthaltes im Oktober 2007 in Berlin






© Landessportbund Berlin, 2008
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