Ergebnisdienst Sterne des Sports 2007

Sterne des Sports 2007 in Berlin

 

Insgesamt bewarben sich 188 Berliner Vereine. Daraus jeweils die drei Besten pro Bezirk auszuwählen, war keine leichte Aufgabe und nicht selten lagen die Plätze 1,2 und 3 ganz dicht beieinander. So kam es, dass sich die Jury in Neukölln darauf einigte, zwei 2. Plätze zu vergeben.

 

Die Vereine haben sich überwiegend in der Kategorie Integration (von Behinderten und von Menschen im Migrationshintergrund) beworben sowie in den Bereichen Kinder und Jugendliche, Gesundheit und Prävention. Seltener waren Projekte in den Kategorien Umwelt, Vereinsmanagement und Ehrenamtsförderung. Folgende Vereine haben den Bezirkssieg davongetragen. Die Plätze 2 und 3 sind nur genannt.

 

Charlottenburg-Wilmersdorf:

 

Sport- und Rettungstauchverein Berlin

Kategorie: Umwelt

Projekt: Säuberung des Flughafensees Tegel

 

Der Verein unternimmt die Reinigung in ehrenamtlicher Mission bereits seit 9 Jahren und zieht Fahrräder, Glas- und Plastikmüll, Kinderwagen, Bekleidung und sogar schon einen Motorroller aus dem See. Stets vor dem Beginn der Badesaison werden der Bade- und Anlegebereich gesäubert – eine gute und wichtige Aktion. Es gibt zahlreiche Presseinformationen über die Reinigungsaktion.

 

2. Platz: Tennis-Club SCC e.V., Projekt: Förderung qualifizierter Jugendarbeit

3. Platz: Kokon-Sport e.V., Projekt: „Mach einen Plan und halt Dich daran!“

 

Friedrichshain-Kreuzberg:

 

SC Berliner Amateure

Kategorie: Integration

Projekt: Integration durch Sport

 

Der Verein partizipiert seit mehreren Jahren erfolgreich und sehr intensiv an dem Programm der Sportjugend „Integration durch Sport“. Er bindet über dieses Programm junge Menschen mitten in einem sozialen Brennpunkt der Stadt an den Verein über den Fußballsport. Die Amateure erhielten dafür bereits diverse Auszeichnungen und konnten in der Politik Gehör und Anerkennung finden.

 

2. Platz: Berliner Radfahrer Club (BRC) Zugvogel 1901, Projekt: Wir spenden Leben. Radfahrer für die Knochenmarkspende

3. Platz: Seitenwechsel Frauen/Lesben Sportverein Berlin e.V., Projekt: „Boxgirls“

 

Lichtenberg-Hohenschönhausen

 

SG Rehabilitation Lichtenberg

Kategorie: Integration

Projekt: Integratives Segelprojekt von SG Reha und der Segelgemeinschaft Berlin

 

Dieser noch junge Verein, gegründet im Jahr 1990, führte in diesem Jahr bereits zum 10. Mal ein Gemeinschaftsprojekt mit der Segelgemeinschaft durch. Bei einem Segeltörn erhalten Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit den Erlebnisbereich Segeln, die Ostsee und das Leben auf dem Schiff kennen zu lernen. Ziel ist die Förderung des Selbstbewusstseins der Teilnehmer/innen, um die Eingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern.

Der Verein erhielt sowohl für dieses Projekt als auch für die Teilnahme an den Special-Olympics Presseaufmerksamkeit.

 

2. Platz: Aikido Wartenberg e.V., Projekt: Aikido als Unterrichtsfach an der Grundschule

3. Platz: Hohenschönhauser Judo Tempel e.V., Projekt: Integrations-Sommerfestival und Trainingscamps “Judo tut gut!“

 

Marzahn-Hellersdorf

 

SC Eintracht, Abteilung Boxen

Kategorie: Integration

Projekt: Boxen statt Gewalt

 

Der Verein möchte durch dieses Projekt die Kinder in den Verein holen und kontinuierlich in den Leistungssport Boxen bringen. Der Verein startete im Jahr 1995 unter dem damaligen Motto „Kinder von der Straße“ das erste Boxprojekt im Boxring des SC Eintracht Berlin. Seither immer mehr Kinder mit Migrationshintergrund in den Verein integriert und an den Leistungsport gebunden werden. Seit 2005 richtet der Verein ein internationales Nachwuchsturnier aus.

 

2. Platz: Marzahner Radsportclub Berlin `94 e.V., Projekt: Nachwuchsarbeit Radtourenfahrten

3. Platz: Marzahner Volleyball-Club e.V., Projekt: jährliches Kinder- und Jugendturnier

 

Mitte

 

Deutscher Basketballclub Berlin

Kategorie: Kinder und Jugend

Projekt: Mini-Basketball

 

Der Basketballclub, gegründet 1952, hatte bis zum Beginn der 90er Jahre eine gute, stetige Mitgliederentwicklung zu verzeichnen. Dann kam der Einbruch und im April dieses Jahres waren nur noch ein fünftel der Mitglieder vorhanden, darunter keine Kinder und Jugendlichen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, führte der Verein einen Probetrainings-Aktionstag für Kinder durch. Geplant war ein langsamer Aufbau aber weit gefehlt – 85 neue Mitglieder wurden gewonnen, alle unter 12 Jahre. Es folgten ein Sommerferiencamp und Schulkurse, um den Aufbau in seiner Kontinuität zu sichern.

 

2. Platz: Wassersport-Club Havel e.V., Projekt: Kanupologruppe für Jungen und Mädchen

3. Platz: Drogenliga e.V., Projekt: Ballsport ohne Drogen

 

Neukölln

 

Rudergesellschaft Wiking

Kategorie: Ehrenamtsförderung

Projekt: 48 Stunden Neukölln, Ruderregatta für Betriebsmannschaften

 

Der Verein beteiligt sich am Kunst- und Kulturevent „48 Stunden Neukölln“. Er hat hierzu eine Regatta auf die Beine gestellt, die durch gezielte Kooperationen mit Unternehmen und Betrieben durchgeführt werden kann. Frei nach dem Motto: Regatta auf einer Regattastrecke kann jeder, wir schaffen dies auch auf einem Schifffahrtskanal. 16 Teams treten hier gegeneinander an, darunter zum Teil Mannschaften, die nie zuvor gerudert sind. Der Verein bereichert dadurch nicht nur das Festival, sondern gewinnt auch viel Aufmerksamkeit für den Rudersport, mal abseits vom Spitzensport.

 

2. Platz: DJK Schwarz-Weiß Neukölln 1920 e.V., Projekt: Ein Fußballverein als gelebtes Integrationsbeispiel

2. Platz: Club für Leibesübungen 1965 Berlin e.V., Projekt: Optimierung der Kinder- und Jugendbetreuung im CFI Hockey

 

Pankow-Prenzlauer Berg

 

SV Pfefferwerk

Kategorie: Kinder und Jugend

Projekt: Bewegung Integrale Bambini

 

Seit 1996 holt der Verein über offene Bewegungsangebote von Jahr zu Jahr mehr Kinder in den Verein. Das eingereichte Projekt ist eine Maßnahme für die Kleinsten, die hier im freien Spiel ihre Erfahrungen im Rennen, Klettern, Springen, Schwingen, Schaukeln und Rollen machen können. Das Konzept sieht einen typischen Ablauf mit Beginn und Ende in einem gemeinsamen Kreis vor und lässt die Kinder darüber hinaus mit der notwendigen Unterstützung durch 5 Übungsleiter eigene Erfahrungen sammeln. Eltern und Familienangehörige sind mit dabei.

Der Verein unterscheidet dabei zwischen Bambini Max, Bambini Wins, Bambini Görli und Wins due.

 

2. Platz: ALBA Berlin Basketballteam e.V., Projekt: Alba macht Schule

3. Platz: SV Berlin-Buch e.V., Projekt: Kindertanz/Showtanz

 

Reinickendorf

 

Verein für Sport und Jugendsozialarbeit

Kategorie: Kinder und Jugend

Projekt: Auseinandersetzung mit Gewaltverherrlichenden und sexistischen Texten von Hip Hop und Rap-Musik

 

In den Verein ist das Mädchensportzentrum Centre Talma eingebunden. Dieses Zentrum hat sich dem oben angegebenen Thema gewidmet und möchte zeigen, dass Hip Hop und Rap-Musik cool sind und zu Bewegung auffordern, aber leider häufig mit Gewaltverherrlichenden Texten und sexistischen Anspielungen verbunden sind. Dieses Thema versuchen sie aufzuarbeiten und haben damit eine geschlechtsbewusste Sportintegrationsarbeit initiiert. Unter dem Motto „bitsch is nich cool“ organisierte der Verein gemeinsam mit dem Jugendamt und Strohhalm eV. eine Fachtagung für Pädagoginnen zu dem Thema.

 

2. Platz: Nordberliner Sport-Club 1919 e.V., Projekt: Internationales Osterturnier des Nordberliner SC

3. Platz: Frohnauer Sport Club 1946 e.V., Projekt: Frohnauer Flamingos

 

Spandau

 

TSV Spandau 1860

Kategorie: Kinder und Jugend

Projekt: Sport in den Kindergärten

 

Der Verein beteiligt sich an einem Programm der Sportjugend „Kleine kommen ganz groß raus“ und leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung. Weil viele Kinder bereits im Kindergartenalter zu dick sind und unter Bewegungsmangel leiden, kooperiert der Verein mit Kindertagesstätten aus der Umgebung. 10-15 Kinder pro Gruppe können so einmal wöchentlich für 45 Minuten Sport treiben. Mittlerweile turnen 1.250 Spandauer Kinder in 25 Kitas.

Darüber hinaus verfolgt der Verein das Ziel, dass ich alle Kinder Vereinssport leisten können und versucht dies über einen möglichst geringen Mitgliedsbeitrag zu erreichen.

 

2. Platz: Berliner Ruder-Club Hevella e.V., Projekt: Kombination Rudern und Fußball für Kinder

3. Platz: Spandauer Anglervereinigung 1947 e.V., Projekt: Verstärkung der Jugendarbeit in Schulen

 

Steglitz-Zehlendorf

 

Kinder und Jugend Reit- und Fahrverein Zehlendorf

Kategorie: Kinder und Jugend

Projekt: Integration von Kindern und Jugendlichen mit sozialer, geistiger und körperlicher Beeinträchtigung in den Bereich Pferdesport

 

Der junge Verein, 1988 gegründet und durch einen sehr jungen, rein weiblichen Vorstand repräsentiert, setzt sich insgesamt dafür ein, dass Kinder und Jugendliche an den Reitsport herangeführt werden, auch wenn die Mittel der Familien sehr knapp sind. Durch zahlreiche Projekte und Angebote, wie Schnupperreiten und Schul-AGs holt er die Kinder in den Verein und bietet Pferdesport in vielfältiger Weise an.

Er bewirbt sich mit dem oben genannten Projekt, das Kinder mit geistiger und körperlicher Behinderung an den Pferdesport heranführt. Gemeinsam mit dem Sportverein SC Lebenshilfe, bietet er seit diesem Jahr den Reitsport unter dem Gesichtspunkt der Integration an.

 

2. Platz: Sportverein Zehlendorfer Wespen 1911 e.V., Projekt: Rollstuhltennis

3. Platz: Berliner Hockey Club e.V., Projekt: Ausbildung jugendlicher Trainer

 

 

Tempelhof-Schöneberg

 

TSV Marienfelde

Kategorie: Kinder und Jugend

Projekt: Hallo Kinder – Ferienspiele

 

Der Verein bietet in den Ferien ein offenes Angebot für Schulkinder an, egal ob Vereinsmitglied oder nicht. Die Kinder werden dabei nicht nur betreut, treiben Sport oder gehen gemeinsam in den Streichelzoo sondern werden tagsüber auch mit gesundem Essen versorgt. Das Angebot ist absolut offen gestaltet, es gibt keine Anmeldepflicht, sondern die Kinder können kommen, wann sie wollen. Meist sind es über 30 Kinder täglich, die sich für die verschiedenen Angebote interessieren.

Der Verein genießt große Aufmerksamkeit im Bezirk durch dieses Angebot, das bereits seit 15 besteht. Seit drei Jahren werden Aktionstage gezielt in Richtung Umweltschutz, Suchtaufklärung und Gesunde Ernährung durchgeführt.

 

2. Platz: Tennisclub Weiß-Gelb Lichtenrade, Projekt: Tenniskindergarten

3. Platz: Vorspiel SSL Berlin e.V., Projekt: Sport für Menschen mit geistiger Behinderung

 

Treptow-Köpenick

 

SG Treptow 93

Kategorie: Integration

Projekt: Wochenendangebot für Migranten

 

Der Verein möchte mit diesem Angebot Migranten im und durch den Sport integrieren und ihnen so helfen, Kontakte und Freundschaften im neuen Wohngebiet aufzubauen. Gleichzeitig steht natürlich die Sprachförderung im Mittelpunkt der Maßnahme.

Die Maßnahme begann im Jahr 1997 und seit 2000 läuft von September bis Mai ein festes Wochenendangebot in 3 Ortsteilen. 80 Teilnehmer/innen werden mittlerweile durch die Aktion betreut, und der Verein setzt dabei auf intensive Kooperations- und Aufklärungsarbeit. Auch ein Afrika-Projekt hat der Verein im Rahmen seiner Integrationsarbeit mit Migranten aktiv mit gestaltet – das Kip Keino Children’s Home-Projekt. Der Verein konnte dazu auch das notwendige Medienecho erreichen.

 

2. Platz: 1. Fußball Club Union Berlin e.V., Projekt: Stärkung der Wahrnehmung und Akzeptanz des Frauen- und Mädchenfußballs

3. Platz: Sportverein Empor Köpenick e.V., Projekt: Kita-Verein


© Landessportbund Berlin, 2008
Artikel drucken