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Am 11. Mai 2012 erhielt der LSB Gelegenheit, den Mitgliedern des Sportausschusses des Abgeordnetenhauses seine Einschätzung der wirtschaftlichen Effekte des Berliner Sports vorzutragen. LSB-Präsident Klaus Böger betonte, dass die Akquisition und Ausrichtung sportlicher Großveranstaltungen eine unmittelbare Stärkung der Wirtschaftskraft der Stadt nach sich zieht. Diese Auffassung wird von der überwiegenden Mehrheit der Unternehmen in Berlin geteilt. Die Stadt profitiert dabei sowohl in materieller Hinsicht (Umsätze) wie auch in immaterieller (Ausstrahlung). Die Berliner Sportwirtschaft setzt im Jahr deutlich mehr als eine Milliarde Euro um, 15 000 Beschäftigte in Berlin finden durch den Sport Brot und Lohn. Selbst bei Nichtberücksichtigung der Sportart Fußball mit ihrer eigenen Dynamik besuchen jährlich etwa 300 000 Gäste die Stadt aus Anlass von Sportereignissen.
Sport macht nicht nur fit und gesund. Sport schafft auch neue Ausbildungsplätze. Ab dem kommenden Lehrjahr wird in Berlin ein neuer Beruf eingeführt: Dann gibt es erstmals in Deutschland eine Erzieher-Ausbildung mit sportpädagogischem Schwerpunkt. Der LSB und die Kita-Trägergesellschaft des LSB „Kinder in Bewegung” haben mit dem Sozialpädagogischen Institut eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. „Die Azubis erlernen einen zukunftssicheren, stark nachgefragten Beruf”, so LSB-Präsident Klaus Böger. Sie können in der sportorientierten Kinder- und Jugendhilfe, in Sport- und Bewegungskitas, in Einrichtungen der Freitzeitpädagogik und Jugendsozialarbeit eingesetzt werden.
Die Ausbildung mit Praktika dauert sechs Semester. Zum Programm gehören die Themen „Kommunikation und Gesellschaft”, „Sozialpädagogische Theorie und Praxis”, „Musisch-kreative Gestaltung”, „Ökologie und Gesundheit”, „Organisation, Recht und Verwaltung”. Der Unterricht findet in der Fachschule für Sozialpädagogik, Priesterweg 6, 10829 Berlin, statt. Die Kosten betragen je nach Familieneinkommen 100 bis 150 Euro pro Monat. Bewerbungen sind zu richten an: Stiftung SPI, Hallesches Ufer 32-38, 10963 Berlin.
Infos: Tel. 25 93 739 0 oder
DOSB- und LSB-Vizepäsidentin Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper ist mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt worden. Berlins Regierender Bürgrmeister, Klaus Wowereit, überreichte die Auszeichnung im Auftrag des Bundespräsidenten. Er würdigte die Berliner Sportwissenschaftlerin als eine weltweit angesehene Repräsentantin der Sportmetropole Berlin und hob insbesondere ihre Verdienste für den Schul- und Behindertensport hervor.
Foto: Landesarchiv / Thomas Platow
Pressemitteilungen
Der jährliche Tag der Offenen Tür des Abgeordnetenhauses von Berlin ist gute Tradition. Die Beteiligung des Hauptstadt-Sports daran auch. An diesem Samstag sorgte der Landessportbund Berlin und die Sportjugend für Sport, Spiel, Spaß auf dem Vorplatz und im Parlamentsgebäude selber – mit Kletterwand, Hüpfburg, Tanzgruppen, Barfuß-Fußpfaden. Dazu kamen diverse Beratungsmöglichkeiten, Fitness- und Gesundheits-Check-Ups und eine aufschlussreiche Ausstellung zum Thema Sport. Und natürlich gab es jede Menge “Politik um Anfassen“. Zum Beispiel mit der sogenannten „Elefantenrunde“, in der sich die Fraktionsvorsitzenden der Parteien den Fragen der Bürger stellten.
Der LSB war in breiter Front vor Ort mit vielen „Kümmerern“ des Sports aus Verbänden und Vereinen vertreten. Von LSB-Präsident Klaus Böger und Sportdirektor Heiner Brandi angefangen über Referenten, Übungsleitern bis zu den Aktiven selbst. Spaß und Kommunikation stellten sich da an den einzelnen Stationen fast von selbst her. Draußen auf dem Vorplatz erklommen derweil Kids den Kletterfels und hatten von oben einen glänzenden Blick auf das Gewusel unten.
Parlamentspräsident Ralf Wieland zeigte sich beim Rundgang mit LSB-Präsident Klaus Böger beeindruckt von der Vielfalt der sportlichen Angebote in unserer Stadt. LSB-Präsident Böger, einst Bildungssenator Berlins und nun der erste Mann des Sports, weiß das gute Zusammenspiel der beiden Gesellschaftsbereiche aus eigener Erfahrung und Berufung sehr wohl zu schätzen. „Der LSB lebt auch von der Politik. Es ist durchaus nicht republikweite Regel, dass Sportstätten kostenlos genutzt werden können. Dafür freilich gibt es auch gute Argumente, denn Sport macht das Leben erst richtig rund.“ Dies war beim Tag der Offenen Tür in vielfältiger Weise zu erleben.
Hockey-Landestrainer Friedel Strupp (mi.) freut sich über den neuen Kapuzenpullover. Insgesamt 50 Stück hatte die Firma Teamkontor, ein Kooperationspartner des LSB, für die Landestrainer gespendet. Die Pullover wurden von den LSB-Referenten Jens Krüger (l.) und Frank Schlizio (r.) bei der Trainer-Vollversammlung im Haus des Sports übergeben.
Das ist das Ergebnis der aktuellen Jahresstatistik für die 2 100 Vereine des Landessportbundes Berlin. Insgesamt treiben 594 000 Berliner Sport unter dem Verbandsdach, 2,5% mehr als im vergangenen Jahr. Zuwächse waren vor allem bei Fußball, Turnen, Tennis sowie im Alpin-Klettern zu verzeichnen. Größter der 50 Fachverbände im LSB ist der Berliner Fußball-Verband mit aktuell 129 000 Mitgliedern. Bei einem Gesamtwachstum von über zehn Prozent erweisen sich die 35 mitgliederstärksten Vereine als Motor der Berliner Sportentwicklung. Allein bei den Vorschülern konnte der Berliner Vereinssport mehr als 500 Neumitglieder gewinnen, in der Altersgruppe der Jugendlichen ‘über 15‘ sogar 1 500. LSB-Präsident Klaus Böger wertete das Verbandswachstum als “verdienten Lohn für zielstrebige und innovative Arbeit der Vereine in Berlin“.














