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News

IOC zu Russlands Olympiateilnahme

25. Juli 2016

LSB-Präsident Klaus Böger: „IOC-Entscheidung ist ein K.o. für den Antidopingkampf."


„Die Entscheidung des IOC zur Teilnahme Russlands an den Olympischen Spielen in Rio ist ein K.o. für den Antidopingkamf durch das IOC." Das erklärte Klaus Böger, Präsident des Landesssportbundes Berlin. „Die Entscheidung ist beschämend für die Sportwelt", so Klaus Böger.


Sport vor Ort für Flüchtlinge

22. Juli 2016

Große Resonanz auf LSB-Informationsfahrt zum Reitclub Grunewald, Ruder-Club Tegelort und Shaolin Kultur Verein


„Vor Ort bei Sportangeboten für Flüchtlinge“ war der Thema der jüngsten LSB-Informationsfahrt für Journalisten. Die Tour führte zu drei Stationen mit engagierten, hochmotivierten Vereinsvertretern und sportlich aktiven geflüchteten Jugendlichen. Mit dabei waren auch LSB-Präsident Klaus Böger, Vizepräsidentin Claudia Zinke, Direktor Heiner Brandi, Frank Kegler, stellvertretender LSB-Direktor und Ansprechpartner zum Thema „Sport und Flüchtlinge“, Britt Finkelmann, langjährige Leiterin des Programms „Integration durch Sport“, Sozialpädagogin Sosan Azad, Dozentin beim LSB-Seminar „Interkulturelle Kompetenz“, und Prof. Dr. Christian Trumpp, Rektor der Hochschule des Internationalen Bundes. Sie alle lieferten mit ihren Statements unterwegs zwischen den Stationen das Fundament für den „Kopf“. Vor Ort gab es durch die Vereinsvertreter, deren Engagement, Leidenschaft und emotionale Beziehung für die Sache Willkommenskultur zum Anfassen.

 

Nur drei Beispiele zum Thema wurden auf der Tour angefahren, dabei ist dies nur ein kleiner Ausschnitt. Denn inzwischen bieten 64 Berliner Sportvereine 74 Projekte für Flüchtlinge mit 26 unterschiedlichen Sportarten an. Hinzu kommt: Aus dem Bundesprogramm „Integration durch Sport" werden in diesem Jahr in Berlin 80 Vereinsprojekte in 54 Vereinen mit einem Gesamtvolumen von 140.000 Euro gefördert.

 

Natürlich ist Fußball mit fast 20 Angeboten dabei ein Platzhirsch, aber die Vielfalt ist groß – auch Boule, Yoga, Bogenschießen, Taekwondo, Tanz, Cricket, Rugby oder Tischtennis sind dabei. Und eben auch Reiten, Rudern oder Shaolin Kung Fu, wie die drei besuchten Beispiele beim Reitclub Grunewald, Ruder-Club Tegelort und Shaolin Kulturverein Pankow zeigten. Die Auskünfte, die die Medienvertreter dort erhielten, waren beredt – die Vereinsvertreter berichteten zum einen von den Schwierigkeiten der sehr speziellen Aufgabe bei vielen Formalien, von den Mühen des Alltags (Sprachbarrieren), den Traumata, mit denen viele der unbegleiteten Kinder und Jugendlichen nach Deutschland gekommen waren, den nachvollziehbaren Hemmnissen der „Refugees“, sich zu öffnen.

 

Aber sie berichteten auch von den Gefühlen, miterleben zu dürfen, wie sich für die Flüchtlinge für Momente, für eine Stunde, einen Tag oder im besten Falle über den Sport wiederkehrend so etwas wie „Glück“ herstellt. „Einen schönen Tag haben, die Seele mal baumeln lassen, das ist es, was wir den Flüchtlingen bei uns geben wollen“, sagt Cathrin Zänker, Jugendwartin beim RC Grunewald. Und Heide Meyer, seit 60 Jahren beim RC Tegelort und jetzt dessen Vorsitzende, erzählt so emotional von der quasi per Zufall entstandenen Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsheim für unbegleitete Jugendliche, dass es gar keine zwei Meinungen dazu geben kann, ob das Sinn macht oder nicht. „Wir sind mit offenen Armen empfangen worden, und im Klub stimmten alle gemeinsam darin überein, dass wir mit offenem Herz und offenen Händen reagieren.“ Nicht ein einziges Mal habe es Probleme oder eine unangenehme Situation gegeben. Von anderen habe es Fragen gegeben: Geht das? Heide Meyer wirkt fast wie eine Missionarin, als sie sagt: „Die Freude in den Augen der jungen Menschen zu erleben, beantwortet alles.“ Zu den Jungs (Mädchen sind Ausnahme), die in den Ruderklub kommen, gehören viele Syrer, Afghanen – nicht unbedingt klassische Rudernationen. Sich im Boot im Wasser zu bewegen, bedeutet für sie, zunächst Lernen mit dem Sportgerät umzugehen. Deshalb dürfen sie auch totale Anfänger sein – einzige Voraussetzung ist, schwimmen zu können. Einer der ersten Nutzer des Angebots, der inzwischen 25-jährige Afghane Ayat Haidari, ist jetzt mit Bleiberecht in Berlin ansässig und vor kurzem Mitglied des RC Tegelort geworden, nachdem ein Sponsor die Kosten für die Mitgliedschaft übernommen hat. Quasi ein Modellfall für die Integration mittels Sport, die so „spielend“, oder eben auch reitend, rudernd oder kämpfend vollzogen wird.

 

Letzteres passiert in gewisser Weise beim Shaolin Kulturverein in Pankow, letzte Station der LSB-Journalistentour. Der erst seit 2012 bestehende und von Tanja Herrmann gegründete Verein bietet ein breites Spektrum an Kursen, in denen Kung Fu, Tai Chi oder Qi Gong praktiziert wird. Dazu gibt es viele weitere mit der Kultur der Shaolin-Mönche verbundene Aktivitäten, bei denen sich – so Tanja Herrmann - „alle heimisch fühlen (sollen), die sich für diese Kultur interessieren“. Alle meint auch „alle“, und so war für die mehrfache Shaolin Kung Fu-Weltmeisterin, der 2012 der buddhistische Name Shi Yan De verliehen wurde, die Kooperation mit dem  Flüchtlingsheim in Berlin-Buch selbstverständlich.

In diesem Jahr hat der Verein 40 Flüchtlingen (v.a. Frauen, Kinder, Jugendliche) die vom LSB geförderte Chance gegeben, kostenfrei Sport zu treiben. 35 haben es bisher wahrgenommen. Zwei, Jan (17) aus Afghanistan und der Syrer Mohammad (16) aus der Nähe von Aleppo, haben beim Training so überzeugt und waren sp begeistert, dass der Vorstand ihnen eine feste Mitgliedschaft im Verein ermöglicht hat. Sie wurden ins Showteam aufgenommen, das den Verein bei öffentlichen Aktivitäten und Auftritten repräsentiert. Tatjana Herrmann spürt nicht nur am Beispiel der beiden, dass das Engagement des Sports für die Flüchtlinge die Integration dieser in die Gesellschaft unmittelbar und direkt befördert.

 

Der LSB geht davon aus, dass 2016 ca. 5000 bis 6000 geflüchtete Menschen in Vereinsprojekten betreut werden. LSB-Präsident Klaus Böger sagt: „Wir sollten es ihnen und uns so leicht wie möglich machen. Der Sport ebnet den Flüchtlingen den Weg in unsere Gesellschaft.“ Vielfalt nicht als Gegensatz, sondern als Ergänzung und Gewinn für alle zu verstehen – diese Botschaft lohnte die Tour durch die Stadt.

 

Einen kurzen Film zur Tour gibt es in unserer Mediathek.

 

Text: Klaus Weise

Fotos: Jürgen Engler

 


Adeus e boa sorte!

21. Juli 2016

Mit einer großen Feier hat die Hauptstadt ihre Spitzensportlerinnen und -Sportler, die in Rio auf Medaillenjagd gehen, verabschiedet.


47 Berlinerinnen und Berliner reisen zu den Olympischen Spielen nach Brasilien. Damit kommt rund jeder zehnte Olympionike des deutschen Teams aus der Sportmetropole Berlin. Weitere rund 15 Athletinnen und Athleten werden die Hauptstadt ab dem 7. September bei den Paralympischen Spielen in Rio vertreten. Hier sind die Nominierungen noch nicht abgeschlossen.

 

„Berlin und die Berliner Fans wünschen dem Team Berlin-Rio bei den Olympischen und Paralympischen Spielen viel Erfolg“, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller bei der „Feierlichen Verabschiedung des TEAM BERLIN RIO“ im Veranstaltungszentrum Wannsee der Berliner Sparkasse. Die hatte gemeinsam mit dem Olympiastützpunkt Berlin, dem Senat von Berlin, dem Landessportbund Berlin und dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin über 350 Gäste eingeladen.

 

Mit dabei waren auch rund 30 Olympioniken und Paralympioniken, darunter die Medaillen-Hoffnungen Betty Heidler (Hammerwurf), Julia Fischer und Robert Harting (beide Diskus), Markus Groß (Kanu), Martin Häner (Hockey), Patrick Hausding (Wasserspringen) und Karl Schulze (Rudern) sowie Medaillen-Kandidaten aus dem Berliner Paralympics-Team wie Daniela Schulte (Schwimmen) und Leichtathletin Marianne Buggenhagen.

 

LSB-Präsident Klaus Böger: „Ich freue mich mit allen Nominierten und am meisten darüber, dass wir im Berliner Team nicht mehr über die Quote reden müssen: Rund die Hälfte der Nominierten sind Frauen. Unsere Athletinnen und Athleten zeigen, was mit Willen, Durchhaltekraft und Zielstrebigkeit im Leben zu erreichen ist. Insofern sind sie Vorbilder und großartige Repräsentanten der Sportmetropole Berlin. Alle haben sich intensiv vorbereitet. Oft spielt aber im entscheidenden Augenblick auch ein Quäntchen Glück eine Rolle. Das wünsche ich unseren Sportlerinnen und Sportlern.“

 

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Berlin und die Berliner Fans wünschen dem Team Berlin-Rio bei den Olympischen und Paralympischen Spielen viel Erfolg. Unsere guten Wünsche und unsere Hoffnungen auf die eine oder andere Medaille begleiten unsere Athletinnen und Athleten nach Südamerika. Sie alle können sicher sein, dass das sportbegeisterte Berlin besonders in den engagierten Vereinen unserer Stadt die Wettbewerbe begeistert verfolgt, mitfiebert und allen Starterinnen und Startern aus unserer Stadt die Daumen drückt. Wir sind stolz auf diese Mannschaft, in der erfahrene Routiniers ebenso vertreten sind wie ambitionierte junge Sportlerinnen und Sportler. Allen wünsche ich erfolgreiche, erlebnisreiche und unvergessliche Tage in Rio. Kommen Sie gesund zurück. Ich bin sicher, dass das gesamte Team ein exzellenter Botschafter der Sportmetropole Berlin sein wird.“ 

Hier finden Sie alle Berliner Olympioniken.

 

Foto: camera4

 


Sportschule im Olympiapark offiziell übergeben

15. Juli 2016

Festakt im Kuppelsaal im Haus des Deutschen Sports mit zahlreichen Gästen aus Sport und Politik


Mit einem Festakt im Haus des Deutschen Sports ist die Übergabe der Sportschule im Olympiapark – Poelchau-Schule gefeiert worden. An die Eliteschule des Sports und des Fußballs werden Schülerinnen und Schüler mit einer Empfehlung des Landessportbundes Berlin aufgenommen.

 

Schulleiter Matthias Rösner begrüßte die zahlreichen Gäste, u.a. Staatssekretär Andreas Statzkowski (Senatsverwaltung für Inneres und Sport), Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, LSB-Vizepräsident Robert Bartko, Olympiastützpunktleiter Harry Bähr und Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz.

 

Staatssekretär Statzkowski unterstrich die Bedeutung der Sport-Eliteschulen, die eine optimale Koppelung  von schulischer und sportlicher Förderung ermöglichen: „Talentförderung ist ein wichtiger Faktor, der Früchte trägt. Annika Schleu (Moderner Fünfkampf, Red.) ist eine ehemalige Schülerin der Poelchau-Schule und geht nun in Rio bei den Olympischen Spielen an den Start. Nachwuchsleistungssportler zu gewinnen, durch Projekte wie BERLIN HAT TALENT, und sie bestmöglich auszubilden, ist ein bedeutendes Ziel. Deshalb muss die Zukunftsfähigkeit der Eliteschulen des Sports unbedingt erhalten werden.“

 

Robert Bartko ergänzt: „Eliteschulen sind unabdingbar im Netzwerk des Leistungssports, damit die jungen Athleten die täglichen Anforderungen von Training und Schule unter einen Hut bringen können.“ Im Rahmen der Feierlichkeiten ehrte Bartko gemeinsam mit Harry Bähr und Anja Schillhaneck, Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses und Sprecherin für Sportpolitik, die Eliteschüler Nathalie Köhn (Rhythmische Sportgymnastik), die für die Olympischen Spiele nominiert worden ist, und Junioren-Weltmeister Olaf Roggensack (Rudern).  

 

Michael Preetz übergab Hertha-Fußballer Jordan Torunarigha die Auszeichnung zum Elitespieler. Preetz über die hervorragende Kooperation der Sportschule im Olympiapark mit Hertha BSC: „Die Schule ist genau da, wo die Sportstätten sind. Das sind optimale Bedingungen.“


Mitteilungen

Politisch verursacht?!

19. Juli 2016

SportJugendClub Hohenschönhausen schließt

Am 20. Juli 2016 stellt der SJC Hohenschönhausen in der Barther Str. 29 in 13051 Berlin seine Arbeit ein. An diesem Tag stehen ab 14:00 Uhr letztmalig die Türen noch einmal weit offen für alle Kinder, Jugendlichen, ehemaligen Besucher/innen, Freunde und Partner der letzten 21 Jahre.

Was sind die Gründe, dass hier die erfolgreiche sportorientierte Jugendsozialarbeit beendet werden muss?

 

  1. Der SJC Hohenschönhausen nahm im Jahr 1995 im Rahmen des damaligen Sonderprogramms des Berliner Abgeordnetenhauses „Jugend mit Zukunft – gegen Gewalt“ seine Arbeit auf und ist seitdem im ehemaligen Speisewürfel in der Barther Straße untergebracht. Vor 4 Jahren teilte der Eigentümer, das bezirkliche Sportamt, mit, dass für das Gebäude keine Finanzmittel für Instandhaltung und Sanierung zur Verfügung stehen. Seitdem hat die GSJ in enger Zusammenarbeit mit dem bezirklichen Jugendamt einen Ersatzstandort gesucht. Auch mit Einbeziehung des bezirklichen Jugendhilfeausschusses konnte kein geeigneter Standort gefunden werden. Auf Grund der erheblichen Gebäudemängel musste „die Reißleine gezogen werden“ und mit dem Sportamt die Beendigung des Nutzungsvertrages vereinbart werden.

 

  1. Bei der GSJ sind die Vergütungen der Mitarbeiter/innen an den Tarifstrukturen im Öffentlichen Dienst orientiert. Seit 2011 gab es jährlich Tariferhöhungen im TV-L Berlin. Die Erhöhungen der Zuwendungen waren jedoch nur minimal, so dass im Verbundprojekt der 7 SportJugendClubs, 3 MädchenSportZentren und 3 Mobilen Teams die Reduzierung von 2 Stellen und anteiligen Betriebskosten unumgänglich geworden ist. Zu diesem Thema gibt es zunehmenden politischen Handlungsbedarf, deshalb haben Landessportbund und Sportjugend Berlin nachfolgenden Wahlprüfstein an die Parteien gerichtet:

 

Im Gegensatz zu vielen Leistungsbereichen in der Kinder- und Jugendhilfe werden in den Zuwendungsprogrammen von Projekten der Jugendförderung tariflich gestiegene Personalkosten nicht oder nur unzureichend berücksichtigt. In der Konsequenz öffnet sich bei der Sportjugend und auch bei anderen Trägern der Jugendarbeit zunehmend eine Schere zwischen den gewährten, stagnierenden Zuwendungsbeträgen und den tatsächlichen Projektkosten. Im Ergebnis geraten Projekte in Existenznöte. Welche Maßnahmen werden Sie und Ihre Partei ergreifen, um zukünftig eine Gleichbehandlung kostensatzfinanzierter Angebote und zuwendungsgeförderter Projekte in der Kinder- und Jugendhilfe zu gewährleisten, damit eine tarifgetreue Bezahlung von Mitarbeitern in der Jugendarbeit möglich bleibt bzw. die Schließung von Jugendeinrichtungen verhindert werden kann?

 

Wir sind gespannt auf die Antworten und hoffen auf politische Maßnahmen, damit nicht weitere erfolgreiche Einrichtungen der sportorientierten Jugendsozialarbeit sukzessive abgewickelt werden. Mit dem SportJugendClub Hohenschönhausen verliert Berlin ein Aushängeschild im Bereich bewegungsbezogener Gesundheitsförderung. Der SJC ist die erste GUT DRAUF-zertifizierte Jugendeinrichtung in Berlin (gewesen).


Startschuss für „Zukunftspreis des Berliner Sports 2016“

14. Juli 2016

25.000 Euro Preisgeld für innovative Ideen und Projekte

Berlin – Der „Zukunftspreis des Berliner Sports“ startet in die nächste Runde – und in diesem Jahr werden sogar 25.000 Euro Preisgeld ausgeschüttet. Ab sofort und bis einschließlich 31. Oktober 2016 können sich die im Landessportbund Berlin organisierten Vereine und Verbände wieder mit kreativen Ideen und innovativen Projekten bewerben. Belohnt werden besonderes Engagement und außergewöhnliche Initiativen.

Möglich machen die Preisgeld-Erhöhung von 20.000 auf 25.000 Euro die Projektpartner des LSB: Neben den langjährigen Unterstützern BSR, der LOTTO-Stiftung Berlin und REMONDIS konnte die degewo AG für den „Zukunftspreis des Berliner Sports“ gewonnen werden. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro wird unter den besten zwölf statt bisher zehn Projekten ausgeschüttet. Der Sieger erhält 7.500 Euro.

Mitmachen dürfen alle im LSB organisierten Vereine und Verbände, die sich wie im Vorjahr in folgenden Kategorien bewerben können: „Umwelt“ (z.B. Abfallmanagement, Energieeffizienz, Wasserschutz), „Integration und Inklusion“ (z.B. Angebote für Flüchtlinge und Migranten), „Kinder und Jugendsport“ (z.B. Sport und Bildung, Nachwuchsarbeit) und „Projekte zur Vereinsentwicklung“ (z.B. Mitgliedergewinnung und -bindung). Darüber hinaus können sich die Vereine und Verbände aber auch völlig frei zu weiteren Themen bewerben.


Klaus Böger, Präsident des Landessportbundes Berlin: „Die rund 2.400 Sportvereine in Berlin sind äußerst vielfältig, innovativ und kreativ. Deshalb bin ich auch in diesem Jahr wieder fest davon überzeugt, dass wir interessante Bewerbungen für den Zukunftspreis erhalten und beispielhafte Projekte auszeichnen werden. Ich danke den Vereinen vorab fürs Mitmachen und den Sponsoren und Partnern für ihre Unterstützung.“

Sally Julian Rothholz, LSB-Vizepräsident für Wirtschaft & Marketing: „Wir freuen uns wieder auf viele außergewöhnliche Projekte. Dank des neuen und damit vierten Partners, der degewo AG, können wir noch mehr Vereine auszeichnen. Die Höhe des Preisgeldes ist für vergleichbare Aktionen in Deutschland einmalig. Mit 25.000 Euro liegen wir bundesweit vorn!“


Die Bewerbungen müssen bis 31. Oktober 2016 per Post, Fax oder Email eingegangen sein. Per Post an: Landessportbund Berlin, Herrn Gunnar Steeb, Jesse-Owens-Allee 2, 14053 Berlin, per Fax an: (030) 300 02-107; per Mail an:
zukunftspreis(at)lsb-berlin(dot)de


Bewertet werden die eingereichten Projekte nach den Kriterien „Beitrag zur Sportentwicklung“, „Nachhaltigkeit“, „Originalität der Maßnahme“, „personeller und zeitlicher Einsatz“ sowie „Kommunikations- und Öffentlichkeitswirkung“.

 

Über die Vergabe des Preisgeldes entscheidet eine dreizehnköpfige Jury:

Klaus Böger, LSB-Präsident
Dr. Heiner Brandi, LSB-Direktor
Claudia Zinke, LSB-Vizepräsidentin für Sportentwicklung
Tobias Dollase, LSB-Vizepräsident Jugend
Thomas Härtel, LSB-Vizepräsident für Sportinfrastruktur
Sally Julian Rothholz, LSB-Vizepräsident für Wirtschaft & Marketing
Andreas Statzkowski, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Dr. Tanja Wielgoß, Vorstandsvorsitzende Berliner Stadtreinigung (BSR)
Dr. Marion Bleß, Vorstand LOTTO-Stiftung Berlin
Dr. Sven Heincke, Geschäftsführer REMONDIS GmbH & Co. KG
Claudia Sünder, Bereichsleiterin Kommunikation der degewo AG
Katrin Günther, rbb-Programmbereichsleiterin Service & Sport
Raik Hannemann, Ressortleiter Sport bei der Berliner Morgenpost


Das Preisgeld wird wie folgt ausgeschüttet:
1. Platz 7.500,00 Euro
2. Platz 5.500,00 Euro
3. Platz 3.000,00 Euro
4. Platz 2.000,00 Euro
5. + 6. Platz 1.500,00 Euro
7. + 8. Platz 1.000,00 Euro
Die Plätze 9 bis 12 erhalten jeweils 500 Euro als Dankeschön für die Präsentation vor
der Jury.

Die ausgezeichneten Vereine haben die Preise gemäß ihrer Satzung zu verwenden. Eine Überprüfung der Mittelverwendung erfolgt durch den Landessportbund.
Mehr Informationen auch unter www.zukunftspreis-berlin.de


Hart zu arbeiten zahlt sich aus

13. Juli 2016

Der Weg der Verena Schott nach Rio

Auf dem Tisch liegen sie, die Zeugnisse harter Arbeit. Medaillen, die nicht funkeln, aber schwer sind. Sie sollen ja schließlich was her machen. Mitgebracht hat sie Verena Schott von der Europameisterschaft der Schwimmer mit Handicap im portugiesischen Funchal. Dort belegte sie insgesamt einmal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze und einen vierten Platz im Brustschwimmen. Dieser vierte Platz brachte ihren vierjährigen Sohn in arge Gewissensnot. In einer Sprachnachricht am Tag nach dem Wettkampf erzählte er ihr, dass er total traurig sei. Er habe ihr nicht die Daumen gedrückt und deshalb habe die Mama kein Plüschtier gewonnen. Das gibt es zur Medaille dazu und ist für ihren Sohn viel wichtiger als die Medaille.

 

Verena Schott ist eine von über 30 Athleten des Berliner Schwimmteams. Es wurde 2008 gegründet, um den Sportlern einen Rahmen für ihr Training zu bieten. Sehbehinderte Athleten bereiten sich hier gemeinsam mit Wettkämpfern mit körperlichen und geistigen Einschränkungen vor.

In Berlin trainieren auch Sportler aus anderen Bundesländern, die allerdings kein Startrecht für Berlin haben. Die Trainingsbedingungen sind hier so exzellent, dass sie lieber nach Berlin kommen. Während in anderen Orten sich die Sportler mit Handicap die Wasserfläche mit den olympischen Kollegen zu deren Gunsten teilen müssen, steht in Berlin die Halle von sechs bis zehn Uhr ganz zur Verfügung und anschließend können zwei Bahnen vom Berliner Schwimmteam genutzt werden. Und wenn Verena einmal sonntags trainieren will, dann helfen zwei Stück Kuchen und die Unterschrift auf einigen Blatt Papier, um selbst das zu ermöglichen.

 

Für die 26-jährige Verena Schott ist Schwimmen ihr Leben. Dabei musste sie in ihrer Schule in die Nichtschwimmergruppe, weil sie nicht schwimmen konnte. Ihre Freundin aus der Parallelklasse hatte was mit Rettungsschwimmen zu tun und sie brachte Verena in die Schwimmgruppe. Da war sie acht Jahre alt. Schnell wusste sie: Schwimmen ist mein Sport! Mit elf Jahren hatte sie ihr sportliches Ziel formuliert: Ich will zur Olympiade!

 

Als sie 13 Jahre alt war, hatte sie einen schweren Fahrradunfall. Krankenhausaufenthalt, Querschnittslähmung, für viele Menschen wäre an dieser Stelle die Karriere zu Ende gewesen. Nicht aber, wenn man mit elf Jahren bereits seine sportlichen Ziele formuliert hat. Ihr Verein organisierte die Verbindung zum Behindertensport. Bedauerlicherweise hatte ihre Trainerin wenig Vertrauen in sie. Das Verhältnis von Verena Schott zur Trainerin war gestört, ihr fehlte die Motivation für größere Anstrengungen. Dennoch, sie liebte ihren Sport und hat nicht aufgegeben.

 

Ihr weiterer Weg führte sie von Wurzen über Leipzig nach Berlin. Ihr erster Auslandswettkampf fand in Vancouver statt. Am letzten Tag kam der Trainer auf sie zu und fragte sie: "Wann kommst du denn zu mir? Du bist so ein ungeschliffener Rohdiamant, den müssen wir nur mal schleifen". "Was willst Du denn jetzt von mir?" dachte sich Verena. So unglaublich erschien ihr dieses Lob.

 

Der Diamant ist inzwischen gut geschliffen, ihr sportliches Ziel, die Teilnahme an der Olympiade bzw. den Paralympics hat sie in London erreicht. Jetzt steht Rio vor der Tür und ihre Teilnahme scheint gesichert zu sein. Die geforderte Normzeit hat sie bereits im vergangenen Jahr erreicht, die Medaillen der Europameisterschaft in diesem Jahr haben ihren Leistungsstand bestätigt. Sicher ist sie sich dennoch nicht. "Krankheiten und Unfälle kann man nie ausschließen", weiß sie. Aber davon geht niemand aus.

 

Ist man nervös vor so einem Wettkampf? Aufgeregt? Spürt man eine innere Unruhe? Eigentlich nicht, meint Verena Schott. Ihr Rezept ist, möglichst viel zu starten. Als sie 2013 bei einem Wettkampf einen "direct final" hatte, sie also ohne Vorlauf direkt ins Finale musste, hatte sie große Schwierigkeiten. Damals war sie obendrein durch Schulterprobleme ein viertel Jahr ausgefallen, ist also ohne Training in den Wettkampf gegangen. Dieser "direct final" lief demzufolge überhaupt nicht so, wie sie es von sich gewohnt war. Sie war total verstört und deprimiert. Zum Glück hatte sie bis zum nächsten Wettkampf zwei Tage frei und konnte den Kopf wieder freibekommen.

 

"Für mich ist der erste Wettkampf immer da, um erst einmal reinzukommen." Verena braucht so etwas. "Läuft das Finale dann nicht so gut, ist man auch enttäuscht", erklärt sie. "Aber man kann sich viel schneller davon erholen und regeneriert dadurch auch viel schneller".

 

Die Kombination Maik Zeh als Trainer und Verena Schott als Athletin ist ideal. Da beide auch privat ein Paar sind und gemeinsam zwei Kinder im Alter von einen und vier Jahren haben, ergänzen sie sich wunderbar. Verena ist ein "Arbeitstier". Außenstehende fragen sich, wie das alles zu schaffen ist. Vormittags Training, nachmittags holt sie ihre Zwerge, wie sie ihre Kinder liebevoll bezeichnet, aus der Kita. Fast nebenbei, aber mit der gleichen Gründlichkeit und Energie, studiert sie an der Humboldt-Universität auf Lehramt in den Fächern Chemie und Biologie. Um die Zeit noch effektiver nutzen zu können, sind sie jetzt in die Nähe der Trainingsstätte gezogen. Die Wohnung liegt zwar leicht über ihrem Budget, aber sie hat nur noch fünf Minuten mit dem Rollstuhl bis in die Schwimmhalle.

 

Ein Sport, der mit solch einer Intensität betrieben wird, kostet Geld. Das versteht jeder. Die Vorbereitung auf die Teilnahme in Rio kostet viele Tausend Euro. Trainingslager, Rennanzüge, selbst die Kinderbetreuung während der Trainingslager und des Aufenthaltes in Rio sind nicht zum Nullpreis zu haben. Deshalb sind alle Sportler auf Sponsoren angewiesen. Der Berliner Behindertensportverband hat deshalb gemeinsam mit den Berliner Wirtschaftsgesprächen e.V., einer Vereinigung Berliner Wirtschaftsunternehmen, im Rahmen der Kampagne "ungehindert de Janeiro" Sponsoren für Sportler gesucht, die nach Rio fahren. Den Begriff Sponsoren hört Klaas Brose, Geschäftsführer des BSB nicht so gern. Für ihn sind es Patenschaften. Damit hat er nicht unrecht. Die Beziehungen zwischen den Unternehmen und den Sportlern gehen über das einfache Tragen von Firmennamen auf den T-Shirts hinaus. Verena Schotts Pate beispielsweise ist die Schindler Deutschland AG & Co KG. Sie stellen alle Arten von Fahrstühlen und Laufbändern her, Produkte, auf die Verena mit ihrem Rollstuhl öfters angewiesen ist.

 

Für die Firma Schindler ist es nichts Außergewöhnliches, eine Sportlerin zu unterstützen. "Das Thema Menschen mit Behinderung und Barrierefreiheit ist für uns ganz normal", betont Birgit Dirks, Leiterin Brand & Communication. Das Unternehmen hat unter anderem Rampen in Deutschland verteilt und führt seit Jahren einen Architekturwettbewerb durch bei dem es darum geht, Entwürfe in allen Aspekten der Barrierefreiheit zu fördern und das Thema damit in die Unis zu bringen. "Das ist so ein Thema, dem wir uns besonders verpflichtet fühlen" erklärt Dirks. Die Patenschaft mit Verena Schott ist zwar keine Förderung von Barrierefreiheit, aber eben auch eine sinnvolle Unterstützung behinderter Menschen.

 

Was hat sich Verena Schott für Rio vorgenommen? Klare Frage, klare Antwort: "Ich will ins Finale und richtig gute Zeiten schwimmen. Eine Medaille wäre das i- Tüpfelchen". Ihr Sohn wird es ihr wegen der Plüschtiere danken.

 

Sobald Berlins Paralympics-Teilnehmer für Rio nominiert sind, werden wir Sie auf unserer Homepage darüber informieren.

 

Wer Verena Schott und ihre Teamkollegen auf dem Weg nach Rio begleiten will, kann sich auf der Facebookseite des Berliner Schwimmteams informieren.

 

Text: Siegurd Seifert


ISTAF mit allen fünf deutschen Europameistern

12. Juli 2016

Beim 75. ISTAF am 3. September ist erstmals auch Dreisprung im Programm

Die Leichtathletik-Fans können sich auf ein weiteres Highlight beim 75.
ISTAF im Berliner Olympiastadion freuen – das Internationale Stadionfest Berlin
wird am 3. September auch Dreisprung der Männer präsentieren. Der Veranstalter
reagiert damit auf die Top-Leistung des Chemnitzers Max Heß, der bei den
Europameisterschaften sensationell Gold gewann.


Bei der EM in Amsterdam flog Max Heß wenige Tage vor seinem 20. Geburtstag
(geb. 13. Juli 1996) auf 17,20 m – er ist damit der jüngste Dreisprung-Europameister
aller Zeiten! Heß sorgte zudem erstmals nach 45 Jahren wieder für einen deutschen
EM-Triumph im Dreisprung (1971 hatte Jörg Drehmel für die damalige DDR
gewonnen). In der Weltjahresbestenliste ist Max Heß nun viertbester Springer.


„Eine überragende Leistung von Max Heß – das belohnen wir und nehmen den
Dreisprung mit ins Programm des 75. ISTAF“, sagt Meeting-Direktor Martin Seeber.
„Wir wollen das Super-Sportjahr mit dem tollen Jubiläums-ISTAF abrunden und
unseren Zuschauern das Beste aus Amsterdam und Rio bieten. Das tolle
Abschneiden der deutschen Athleten macht schon jetzt Lust aufs ISTAF.“


Auch auf die weiteren vier Europameister können sich die ISTAF-Fans freuen.
Kugelstoßer David Storl gewann in Amsterdam mit 21,31 m seinen dritten EM-Titel
in Serie. Christina Schwanitz (20,17 m) gelang als erste Kugelstoßerin das EMDouble.
Gesa Felicitas Krause siegte über 3.000 m Hindernis in persönlicher
Bestzeit von 9:18,85 Minuten. Sie meldeten damit ebenso Ansprüche auf eine
Olympia-Medaille in Rio an wie Cindy Roleder, die über die 100 m Hürden (12,62
Sek.) triumphierte.



Zum 75. ISTAF am 3. September werden über 55.000 Zuschauer erwartet. Geplant ist, dass in 15 Disziplinen neben den deutschen Europameistern zwei Wochen nach den Olympischen Spielen in Rio zahlreiche Olympiasieger und alle deutschen Medaillengewinner an den Start gehen werden. Erstmals seit 1970 wird das ISTAF wieder an einem Samstag und unter Flutlicht veranstaltet. Neben spannenden Wettbewerben und einem Abschluss-Feuerwerk warten auch zahlreiche Neuerungen auf die Fans.


So erfüllen die ISTAF-Macher unter anderem Diskus-Ass Robert Harting einen lang gehegten Wunsch: Der Diskus-Wettbewerb wechselt diesmal die Seiten. Geworfen wird aus der Ostkurve und in Richtung des Marathontors. „Die Hertha-Kurve wird zur Harting-Kurve“, sagt Meeting Direktor Martin Seeber. „Den Wechsel wünscht sich Robert schon seit Jahren. Denn dann haben die Athleten voraussichtlich Gegenwind, der Diskus fliegt weiter.“ Robert Harting freut sich auf den Seitenwechsel. „Bin echt gespannt. Das kann schon zwei Meter ausmachen“, sagt Robert Harting und hält dann auch den 20 Jahre alten ISTAF-Rekord von Lars Riedel (70,60 m) nicht für unantastbar. „Wenn man mit 67, 68 Metern von Olympia kommt, ist man in der Lage, den Rekord anzugreifen.“


Los geht’s am Samstag, 3. September 2016, um 15:30 Uhr mit dem Vorprogramm (u.a. mit den traditionellen Schul-Staffeln), das Hauptprogramm beginnt um 17:00 Uhr. Das Ende der Veranstaltung ist für 20:00 Uhr geplant.

 

Tickets für das Jubiläums-ISTAF gibt es ab 9 Euro unter www.istaf.de.


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